Den schönsten Tag im Leben wollen viele Hochzeitspaare mit Familie und Freunden feiern. Doch die Einschränkungen in der Pandemie machen dies seit einem Jahr nur schwer möglich. Hier erzählen einige Südtiroler Paare, wie sie mit den Einschränkungen den Schritt zum Traualtar planen oder geplant haben.<BR /><BR /><BR />von Margit Piok<BR /><BR /><BR />Am 13. Juni 2020 hätte für <Fett>Julia Brunner und Hannes Tinkhauser</Fett> (im Bild) aus Albeins der schönste Tag in ihrem Leben werden sollen. Sie hatten seit langem nach ihrer Trauung im Priesterseminar eine große Feier mit Familie und Freunden geplant. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="619850_image" /></div> <BR />„Wir hatten so gut wie alles schon organisiert: Trauung, Aperitif, Mahl – alles stand fest. Es fehlten uns nur noch die Trauringe und der Blumenschmuck“, berichtet Julia Brunner. Als im März 2020 mit der Pandemie die Einschränkungen kamen, stand das Paar plötzlich vor dem Ungewissen. „Schweren Herzens haben wir Mitte April entschieden, die Feier um ein Jahr auf den 5. Juni 2021 zu verschieben. Denn wir hatten eine Feier mit über 100 Leuten geplant und wollten niemanden ausladen“, berichtet Brunner und ergänzt enttäuscht: „Doch nun stehen wir wieder im Ungewissen.“ Sie hofft sehr, am 5. Juni zumindest im kleinen Kreis von 50 Leuten feiern zu können, auch wenn die Einschränkungen die Vorfreude sehr trüben. „Es ist einfach nicht mehr die Freude da, wie noch vor einem Jahr. Wir wissen ja nicht, ob die Feier überhaupt stattfinden kann“, berichtet Brunner.<BR /><BR />Ebenfalls verschieben musste die Hochzeitsfeier <Fett>Karen Pichler aus Eggen und Julian Stuefer</Fett> (im Bild) aus Brixen. Das Paar hatte im vergangenen Jahr den 18. Juli als Trautermin fixiert gehabt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="619853_image" /></div> „Wir hatten alles organisiert. Es fehlte eigentlich nur mehr mein Anzug“, berichtet Stuefer. Bis Mitte Mai hatte das Paar gezittert und gehofft, dennoch in der von ihnen erträumten Form heiraten zu können. Als es dann das Verteilen der Einladung an die Hochzeitsgäste anstand, entschieden sie ihre Hochzeitsfeier auf den heurigen Juli zu verschieben. „Wir haben unter 100 Gäste eingeladen, und sind sehr optimistisch, dass wir uns heuer das Ja-Wort geben können“, erzählt Julian Stuefer voller Vorfreude.<BR /><BR />Eine Hochzeitsfeier trotz Pandemie gewagt haben vergangenes Jahr hingegen das Paar <Fett>Lisa Landenhammer</Fett> aus Kempten (Allgäu) und <Fett>Benjamin Mitterrutzner</Fett> aus Albeins.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="619856_image" /></div> <BR />Sie gaben sich am 29. August 2020 in Albeins das Ja-Wort. „Es war eine sehr schöne Feier, auch wenn wir uns einschränken mussten“, berichtete Mitterrutzner. Das Paar hatte bereits im Jänner die Einladungen an rund 120 Gäste verteilt. <BR /><BR />„Doch dann kam Corona, mit dem wir überhaupt nicht gerechnet hatten“, berichtet Mitterrutzner. Nach langem Ringen entschied das Paar 2 Monate vor dem Termin, die Feier in kleinerem Rahmen durchzuführen. „Wir durften schließlich mit 50 Gästen heiraten und mussten Regeln wie Masken, Abstand in Kirche und ähnliches einhalten“, berichtet Mitterrutzner. Es hätte zwar geschmerzt, liebe Gäste ausladen zu müssen, doch alle Freunde hatten mit großem Verständnis auf die Sondersituation reagiert. „Damals war es eine schwere Situation gewesen, doch heute sind wir froh, geheiratet und nicht verschoben zu haben. Denn im Moment sieht es auch nicht besser aus“, erzählt Mitterrutzner.