Montag, 25. März 2019

Hören hält das Gehirn auf Trab

Jeder von uns hat schon einmal einen Namen oder Termin vergessen, Gegenstände verlegt oder Sachverhalte durcheinander gebracht. Vergesslichkeit nimmt mit dem Alter zu, muss aber nicht passiv hingenommen werden. Gutes Hören bedeutet aktiv vorzusorgen.

Hören halt das Gehirn auf Trab - Bild: Zelger
Hören halt das Gehirn auf Trab - Bild: Zelger

Mit zunehmendem Alter kann uns das Gedächtnis öfter im Stich lassen. Das gehört zum normalen Alterungsprozess. Ältere Menschen sind unkonzentrierter und vergessen deshalb leichter. Auch ein Hörverlust kann dafür verantwortlich sein, dass die Erinnerung im entscheidenden Moment fehlt. Solange unser Gedächtnis nur gelegentlich streikt, stellt das noch keinen Grund zur Sorge dar. Zeigen sich die Gedächtnisstörungen jedoch über einen längeren Zeitraum oder beeinträchtigen gar die vertrauten Alltagsabläufe, könnte dies auf eine Demenz hindeuten. Dann ist eine Abklärung beim Arzt ratsam.

Risikofaktor Schwerhörigkeit

Neben hohem Lebensalter, Übergewicht und kardiovaskularen Faktoren wie Bluthochdruck und Diabetes gehört auch Schwerhörigkeit zu den Risikofaktoren, die Demenz begünstigen. Im Vergleich zu Normalhörenden haben ältere Menschen mit unbehandeltem Hörverlust ein um 50% höheres Risiko an Demenz zu erkranken und ein um 40% höheres Risiko, eine Depression zu entwickeln. Die große Mehrheit der Wissenschaftler ist sich einig, dass dies auf den Mangel an sozialer Interaktion zurückzuführen ist, den ältere Menschen aufgrund ihres Hörverlustes erleiden. Wer von Hörverlust betroffen ist und sich rechtzeitig mit Hörsystemen versorgen lässt, schafft die Voraussetzungen für eine aktive Teilnahme am sozialen Leben und den langfristigen Erhalt der geistigen Fitness. 

Frühzeitig vorsorgen

Das Abnehmen des Hörvermögens ist in den meisten Fällen ein schleichender Prozess und vielen davon betroffenen Menschen gar nicht bewusst. Gewissheit bietet nur die regelmäßige Überprüfung des Hörvermögens. In allen Zelger Centern und Zelger Servicestellen können Interessierte kostenlos einen Hörtest machen und bei einem vorliegenden Hörverlust die neuesten Hörsysteme unverbindlich testen:

Tel. 800 835 825, www.zelger.it.

Zufriedene Hörsystemträger

In der EuroTrak-Studie Italien 2018 gaben 97% von 509 befragten Hörsystemträgern an, dass sie durch das Tragen der Hörgeräte ihre Lebensqualität steigern konnten. Verbesserungen nahmen sie vor allem in der Kommunikation, im Sicherheitsempfinden, in den zwischenmenschlichen Beziehungen in häuslicher Umgebung und bei der Teilnahme an Gruppenaktivitäten wahr. 72% der befragten Hörsystemträger bereuten es zudem, sich nicht früher für eine Hörsystemversorgung entschieden zu haben, da sie damit inzwischen ein aktiveres soziales Leben und mentales wie emotionales Wohlbefinden verbinden.

Interview mit Hörexperte Roland Zelger

Warum hängt das Hörvermögen mit geistiger Fitness zusammen?

Roland Zelger: Das Wahrnehmen von unterschiedlichen Klängen regt die neuronalen Verbindungen an. Je mehr solcher unterschiedlichen Geräusche an das Hörzentrum unseres Gehirns gesandt werden, desto leistungsfähiger bleibt es. Unser Gehör sollte täglich gefördert und gefordert werden, etwa durch das aktive Wahrnehmen von Geräuschen und soziale Interaktion, denn auch der Kontakt mit anderen Menschen stimuliert das Gehirn.

Plaudern hält also das Gehirn auf Trab?

Wie Studien zeigen, haben insbesondere schwerhörige Menschen, die oft alleine sind, ein erhöhtes Demenzrisiko im Vergleich zu Personen, die über ein gutes soziales Netzwerk verfügen. Viele Menschen mit Hörproblemen ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück und reduzieren den Austausch mit der Umwelt auf ein Minimum. Dadurch muss das Gehirn muss auf wichtige Anregungen verzichten, die es leistungsfähig erhalten.

Inwiefern können Hörsysteme helfen?

Hörsysteme bieten den Trägern den Zugang zu einer abwechslungsreichen Klangwelt und ermöglichen den kontinuierlichen Austausch mit anderen Menschen. Langzeitstudien bestätigen, dass sich eine
Hörsystemversorgung positiv auf das Kommunikationsverhalten und damit auf das Sozialleben des Trägers auswirkt. Dies wiederum verbessert das allgemeine Wohlbefinden.

stol