Dienstag, 21. Februar 2017

Hollande und UNICEF dringen auf Schutz von Kindern in Konfliktzonen

Der französische Staatspräsident Francois Hollande und das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF haben einen besseren Schutz von Kindern in Konfliktgebieten gefordert.

Francois Hollande
Francois Hollande - Foto: © LaPresse

„Diejenigen, die sich an diesen Kindern vergreifen, vergehen sich am Heiligsten der Menschheit“, sagte Hollande am Dienstag bei einer Konferenz in Paris.

Er verwies unter anderem auf Kinder im Bürgerkriegsland Syrien und die nigerianischen Schülerinnen, die von der Terrorgruppe Boko Haram entführt wurden.

UNICEF wies auf Fortschritte hin: In den vergangenen zehn Jahren seien weltweit mindestens 65.000 Kindersoldaten freigekommen, teilte die Organisation mit. Allerdings seien etwa im Südsudan seit 2013 schätzungsweise 17.000 Kinder für den bewaffneten Kampf rekrutiert worden.

Anlass der von Frankreich und UNICEF organisierten Konferenz war die Annahme der sogenannten Pariser Prinzipien gegen den Einsatz von Kindersoldaten im Jahr 2007. Inzwischen haben sich 105 Länder zu diesen Grundsätzen verpflichtet. Das Treffen von mehr als 80 Ländern und einer Reihe großer Menschenrechtsorganisationen in Paris sollte auch dazu beitragen, weitere Regierungen an Bord zu holen.

apa/dpa

stol