Sonntag, 01. Juli 2018

Holocaust-Überlebende Simone Veil im Pantheon beigesetzt

Ein Jahr nach ihrem Tod hat die französische Holocaust-Überlebende und Politikerin Simone Veil ihre letzte Ruhestätte im Pariser Pantheon gefunden.

Simone Veil wurde im Pariser Pantheon beigesetzt.
Simone Veil wurde im Pariser Pantheon beigesetzt. - Foto: © APA/AFP

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würdigte Veil am Sonntag in seiner Rede als eine Frau, die Frankreich größer und stärker gemacht habe. Sie habe gegen die Barbarei gekämpft, sagte Macron. Ihr Kampf sei nicht beendet, denn sie diene als Vorbild.

Veil, die das NS-Konzentrationslager Auschwitz überlebt hatte, wurde zusammen mit ihrem 2013 verstorbenen Mann beigesetzt. An der feierlichen Zeremonie nahmen zahlreiche Persönlichkeiten und Politiker teil, unter ihnen auch die ehemaligen Staatschefs Francois Hollande und Nicolas Sarkozy. Die amerikanisch-schwedische Opernsängerin Barbara Hendricks sang die „Marseillaise“, Frankreichs Nationalhymne.

Veil starb am 30. Juni 2017 im Alter von 89 Jahren. Die Frauenrechtlerin ist erst die fünfte Frau, die im Pantheon im Pariser Quartier Latin bestattet wurde. In dem Ehrentempel der Nation ruhen die Gebeine von Voltaire, Victor Hugo und Jean Moulin. Veil erkämpfte in den 70er-Jahren als Gesundheitsministerin das Abtreibungsrecht. Im Jahr 1979 wurde sie als erste Frau zur Präsidentin des EU-Parlaments gewählt.

apa/dpa

stol