Dienstag, 19. Januar 2016

Horst Seehofer erleidet Schwächeanfall

Schreckmoment bei der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth: Gegen Ende seiner Rede bekommt Horst Seehofer Kreislaufprobleme. Doch er redet im Sitzen weiter.

Horst Seehofer
Horst Seehofer - Foto: © shutterstock

CSU-Chef Horst Seehofer hat am Dienstag während seiner Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten in Wildbad Kreuth kurzzeitig einen Schwächeanfall erlitten. Der 66-Jährige sei gestützt zu seinem Platz geführt worden, berichteten Teilnehmer. Von dort aus redete der bayerische Ministerpräsident dann im Sitzen weiter.

„Ihm geht’s gut“

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer gab anschließend Entwarnung: „Ihm geht's gut. Er ist absolut okay.“ Scheuer sprach von einer „kleinen Schrecksekunde“: Seehofer sei von einem Infekt am Wochenende etwas geschwächt und habe länger als geplant geredet. Von dem kurzen Schwächeanfall habe sich Seehofer aber sofort wieder erholt.

Die CSU applaudiert

Nach dem Ende von Seehofers Rede erhoben sich die Abgeordneten und applaudierten dem Parteivorsitzenden im Stehen. Die Fraktionssitzung wurde nach einer längeren Unterbrechung fortgesetzt – mit Seehofer. Ein eigens alarmierter Notarzt kam zunächst nicht zum Einsatz. Er werde aber vorläufig „standby“ da bleiben, sagte Scheuer.

Seehofers Krankengeschichte

Im vergangenen Sommer hatte Seehofer bei der Neuinszenierung der etwa vierstündigen Oper „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen über gesundheitliche Probleme geklagt. Er verbrachte daraufhin eine Nacht zur Sicherheit in einem Krankenhaus. Den Staatsempfang in Bayreuth musste Seehofer deshalb absagen.

Im Jahr 2002 war Seehofer lebensgefährlich erkrankt: Wegen einer Herzmuskelentzündung musste er lange auf einer Intensivstation behandelt werden. Er fiel damals mehrere Monate aus.

dpa

stol