Freitag, 01. September 2017

Hunderte Tote bei Kämpfen im Nordwesten Myanmars

Bei den seit einer Woche andauernden ethnisch motivierten Kämpfen in Myanmar sind fast 400 Menschen getötet worden.

Zahlreiche Rohingya haben ihre Häuser nach den Kämpfen verlassen.
Zahlreiche Rohingya haben ihre Häuser nach den Kämpfen verlassen. - Foto: © APA/AFP

Bei den meisten Opfern handle es sich um Angehörige der muslimischen Minderheit Rohingya, teilten Regierungsvertreter am Freitag mit. Zudem seien Zehntausende aus dem Nordwesten des Landes vor den Auseinandersetzungen geflohen.

Mitarbeiter der Vereinten Nationen (UNO) schätzen die Zahl der Rohingyas, die bereits die Grenze zu Bangladesch überquert haben, auf etwa 38.000. Die Geflohenen berichteten von Brandstiftungen und Tötungen in ihrer Heimat. Laut dem Militär wird in der Region Rakhine weiterhin gegen „extremistische Terroristen“ vorgegangen.

1,1 Millionen Rohingya leben in Rakhine im überwiegend buddhistischen Myanmar. Ihnen wird die Staatsangehörigkeit verweigert, zudem ist ihre Reisefreiheit eingeschränkt.

apa/reuters

stol