Freitag, 27. Januar 2017

„I remember“: Auch Süd-Tiroler Freiheit dabei.

Die Bezirksgruppe Burggrafenamt der Süd-Tiroler Freiheit beteiligte sich an der Internetaktion „I remember“, zu der der Jüdische Weltkongress anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner aufgerufen hat.

Die Bezirksgruppe Burggrafenamt der Süd-Tiroler Freihei
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Die Bezirksgruppe Burggrafenamt der Süd-Tiroler Freihei

Der Bezirkssprecher Dietmar Weithaler teilt mit: „Auch Südtiroler haben sich unzweifelhaft an nationalsozialistischen und faschistischen Kriegsverbrechen und Holocaust beteiligt. In Südtirol wurden im Rahmen des Euthanasieprogrammes an die 350 ‚Geisteskranken‘ ermordet. Mit ihnen ‚verschwanden‘ aus den Südtiroler Dörfern auch andere geistig und körperlich Behinderte. Im Jahre 1944 wurde vor den Toren Bozens ein so genanntes Polizeidurchgangslager errichtet. Zeitweise wurden dort 4000 Menschen in ‚Gefangenschaft‘ bei unmenschlichen Bedingungen gehalten. Bis zum Mai des Jahres 1945 wurden rund 11.000 Menschen auf dem Weg in die großen Mordfabriken der Nazis, Mauthausen, Dachau und Auschwitz durch dieses Lager geschleust.“

Mit ihrer Beteiligung an der Internetaktion „I remember“ will die Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit zudem darauf hinweisen, dass die Grenzen zwischen Nationalsozialismus und Faschismus fließend sind und dass es gilt, beide Seiten gleichermaßen aufzuarbeiten.

Dietmar Weithaler

Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit Burggrafenamt

Süd-Tiroler Freiheit, Bozen

stol