Mit s+ hat die in Algund wohnhafte 62-Jährige über die Ehrung gesprochen, aber auch über das Museum, ihre Menschenrechtsarbeit und natürlich die Notwendigkeiten der Jugend von heute.<BR /><BR /><BR /><BR /><b>Frau Prader, als Sie die Nachricht über die Verleihung des Tiroler Verdienstkreuzes bekommen haben, was ist Ihnen zu diesem Zeitpunkt durch den Kopf gegangen?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Sissi Prader: Zuerst war ich natürlich sehr überrascht. Und dann habe ich nachgeforscht: Es war ein Kreis von Menschen, der mich vorgeschlagen hat. Ich habe diese Anerkennung bekommen und musste mich zuerst damit auseinandersetzen, denn es gäbe viele andere Menschen, die sich das Verdienstkreuz weit vor mir verdient hätten. Ich bin eine, die gerne gibt, hilft und im Netzwerk arbeitet. Im Mittelpunkt zu stehen, ist nicht so meine Sache. Deshalb habe ich diese Auszeichnung stellvertretend für viele tolle Menschen entgegengenommen, mit denen ich zusammenarbeiten darf. Das Verdienstkreuz gehört ihnen allen ein bisschen, weshalb mir das Tragen dieser Ehrung auch etwas leichter fällt.<BR /><BR /><b>Was bedeutet diese Auszeichnung für den Jugenddienst Meran, dem Sie seit 3 Jahrzehnten vorstehen, und für das <BR />Frauenmuseum, das Sie leiten?</b><BR /><KeinAbsatz>Prader: Natürlich hat diese Auszeichnung für diese Einrichtungen eine große Bedeutung, wobei zu sagen ist, dass ich im Jugenddienst ehrenamtlich mitarbeite und im Frauenmuseum angestellt bin, und somit für meine Arbeit bezahlt werde. Im Museum mache ich aber auch vieles ehrenamtlich, weil Frauenthemen meine große Leidenschaft sind. Das Frauenmuseum ist eine gewisse Berufung für mich. Sicher bin ich dort auch ein Motor, um Frauenthemen weiterzubringen. Mir ist es ein Anliegen, dass Frauen ihre Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit bekommen, die ihnen zusteht. Ende des Jahres werde ich von der Leitung zurücktreten und mich um eine gute Nachfolge bemühen. Zudem konnte ich beim Aufbau des Südtiroler Museumsverbandes ehrenamtlich mitwirken. Wichtig ist mir darüber hinaus die Menschenrechtsvereinigung „Human Right Initiatives“. </KeinAbsatz><BR /><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz><b>Beim Jugenddienst Meran wurde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten einiges bewegt?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Prader: Ja. Ich bin mit dem Jugenddienst mitgewachsen und habe die Entwicklungen mitgetragen, weil es mir gefällt, wenn es innovative Ideen gibt. Als Vorsitzende bin ich keine, die bremst und etwas verhindert, weil es Weiterentwicklung braucht. Im Jugenddienst müssen wir die Notwendigkeiten erkennen, zu denen beispielsweise die Jugendsozialarbeit gehört. Und es entsteht jetzt ein großes Projekt, eine Art Haus der Solidarität in Meran. Auch dieses Projekt wächst gemeinsam mit anderen Akteuren, was wichtig ist, denn man muss sich zusammentun, um Ressourcen zu bündeln. 2022 stehen Neuwahlen an, dann werde ich meinen Vorsitz abgeben.<BR /><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz><b>Welche Aufgaben hat eigentlich die Hilfsorganisation „Human Right Initiatives“?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Prader: In diesem tollen Verein geht es um den Schutz der Menschenrechte und um die Solidarität in der Welt. Wir stemmen uns gegen Rassismus und Diskriminierung. Diese Vereinigung ist rein ehrenamtlich aufgebaut. Wir unterstützen unter anderem auch Dritte-Welt-Projekte. Ich habe den Vereinsvorsitz vorübergehend übernommen, möchte ihn aber bald wieder abgeben.