Mittwoch, 10. Oktober 2018

„Ich bin stark und sage Nein“

Wir alle wollen, dass unsere Kinder gesund und geborgen aufwachsen. Das ist nicht immer eine leichte Aufgabe. Unsicherheiten und Gefährdungen gibt es genug. In der Freizeit sind Kinder bei Spiel, Spaß und Sport oft dem Gruppenzwang ausgeliefert. Daher gilt es, aufzuzeigen, wie cool es ist, informiert zu sein und selbstbewusst richtig zu handeln und entscheiden, auch in Bezug auf das Thema Sucht und Suchtmittel. Was brauchen also Kinder, um ihr Leben möglichst frei von Abhängigkeit und Ersatzmitteln zu gestalten und Freude daran zu haben?

Gut zum Ausrdruck gebracht haben das Konzept die vier Rapperinnen, die den Song „Ich bin stark“ auf die Bühne gebracht haben. - Foto: GNews
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Gut zum Ausrdruck gebracht haben das Konzept die vier Rapperinnen, die den Song „Ich bin stark“ auf die Bühne gebracht haben. - Foto: GNews

120 Schüler der Mittelschulen Sand in Taufers und Partschins waren beim  Auftakt des Projektes „Ich lebe sicher und legal“ dabei. Es war der erste von sechs Veranstaltungstagen, an denen Schüler der Mittelschulen Südtirols die Möglichkeit haben, Einblick in Gefahren und Chancen für ein selbstbestimmtes Leben in Sicherheit und Legalität zu bekommen.

Ich bestimme für mich selbst

Am Sitz des Flugzentrums der Finanzpolizei in Bozen, bekamen die Jugendlichen vor allem eines mit auf dem Weg: „Ich bin stark“, ich darf auch nein sagen.

In Theaterstücken, beim Rap, in Interviews und bei verschiedenen Stationen tauchten die Schüler ein in Situationen von Gruppenzwang, lernten die Gefahren und Folgen von Fehlverhalten kennen und sollten besonders eines mit auf dem Weg nehmen: ich bestimme für mich selbst.

„Wer nach den Spielregeln lebt, lebt besser“

Der Gastgeber Oberst Gabriele Procucci, Landeskommandant der Finanzpolizei Südtirol freut sich auf so viel Leben auf dem Gelände in Bozen; er sagt: „Es ist schön, so viele junge Menschen hier zu haben und ihnen eines mit auf den Weg zu geben: wer nach den Spielregeln lebt, lebt besser. Die Finanzpolizei möchte den Kindern und Jugendlichen ein Ansprechpartner sein und ihnen helfen. Die Schüler sollen wissen, dass sie sich immer an uns wenden können.“

Auch Landesrat Philipp Achammer sprach zu den Schülern; er sagt: “Es ist wichtig, sich zu unterhalten und Spaß zu haben. Noch wichtiger aber ist es, selbst Grenzen zu erkennen, stark zu sein und nicht einfach zum Mitläufer zu werden.“ Unter den Gäste war auch der Präfekt Vito Cusumano, der sich wie die Kinder selbst begeistert zeigte vom Projekt.

Ich bin stark und sage Nein!

Gut zum Ausrdruck gebracht haben das Konzept die vier Rapperinnen, die den Song „Ich bin stark“ auf die Bühne gebracht haben. Selbstbewusst standen sie auf der Bühne vor mehr als 100 Gleichaltrigen und sangen: Den ich bin stark und sage nein. Alles was mir schaden kann, lass ich einfach sein. In mir steckt soviel Potential, so wie ich bin, find' ich mich genial.“

In kurzen Theaterszenen konnten die Kinder erleben, wie sie in verschiedenen Situationen reagieren können, wie wichtig es ist, auch einmal Nein zu sagen und dass ein Nein auch manchmal Leben retten kann.

Bergrettung, Finanzpolizei und Weißes Kreuz

Mit dabei waren auch der Bergrettungsdienst der Finanzpolizei mit den Rettungshunden Frida und Cadern. Die Grünen Baretten (Baschi Verdi) zeigen einen Einsatz mit den Spürhunden Escot und Easton. Filmreif war die Szene der Verfolgungsjagd auf dem großen Platz vor dem Hangar. Sogar der Hubschrauber war im Einsatz und landete direkt vor den Schülern. Am Stand des Weißen Kreuzes wurde den Jugendlichen erklärt, wie sie sich in besonderen Situationen richtig verhalten.

Thema Suchtmittel

Experten standen den Kindern Frage und Antwort, wenn es um das Thema Suchtmittel geht: der Dienst für Abhängigkeitserkrankungen Südtirol unterstützt das Projekt. Dr. Gabriele Ghirardello, der Koordinator der Suchtdienste auf Landesebene war persönlich vor Ort und beantwortete die Fragen der Jugendlichen.

Noch am 11. und 25. Oktober sind Schulen aus ganz Südtirol zu Gast. Für den 25. Oktober sind noch Plätze frei. Interessierte Schulen können sich im Schulamt melden. Im Frühjahr 2019 schließt das Projekt mit drei weiteren Terminen ab.

„Ich lebe legal und sicher“ ist ein Projekt der Sozialgenossenschaft GNews mit der Unterstützung des Landes Südtirol und des Kommando der Finanzpolizei Bozen.

stol

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