Donnerstag, 23. Februar 2017

„Ich habe Spaß, GANZ SICHER!“ am Sonntag im Skigebiet Gitschberg-Jochtal

Am Sonntag, 26. Februar, geht im Skigebiet Gitschberg-Jochtal die Sensibilisierungskampagne „Ich habe Spaß, GANZ SICHER!“ über die Bühne.

Prävention als Erste Hilfe

Schädel-Hirn-Traumata, Armbrüche und  Beinbrüche: Von solchen Verletzungen  sind  Skisportler auch in diesem Winter nicht verschont geblieben.  Aus diesem Grund gibt Oskar Zorzi, Koordinator der Flugrettung Südtirol, im Rahmen der  Sicherheitskampagne „Ich habe Spaß – GANZ SICHER“ Tipps für den sicheren Schneespaß.

Können Sie als Koordinator der Flugrettung Tipps für den Fall von  Lawinenabgängen geben?

Oskar Zorzi: Bei Lawinenunfällen im Pistenbereich verlieren Sie bitte keine Zeit, den Notruf zu wählen. Dabei  ist es wichtig, so viele Informationen wie möglich  mitzuteilen. Wo ist es passiert?   Hat man den Abgang der Lawine beobachtet? Sind Personen verschüttet? Wie viele?   Bleiben Sie außerdem vor Ort, um für weitere wichtige Fragen der Rettungskräfte zur Verfügung zu stehen.

In allen Skigebieten mit möglicher Lawinengefahr sind RECCO-Suchgeräte und LVS-Geräte mit Schaufeln und Lawinensonden deponiert.   Pistenretter und  Skilehrer haben die nötige Grundausbildung, um bei Lawinenunfällen mithelfen zu können bis die örtliche Bergrettung eingetroffen ist.

Achtung! Es besteht die Gefahr von Nachlawinen!

Wie verhalte ich mich bei Unfällen auf der Piste?

Setzen Sie sofort den Notruf ab. Für die Rettungskräfte sind folgende Infos wichtig, um schnell und effizient zum Unfallort zu kommen: Wo: Skigebiet, Piste, Streckenabschnitt der Piste. Was: Sturz, Zusammenprall,   Übelkeit ... Welche Art von Verletzungen: Kopf, Rücken, Oberschenkel, Knie ... Ist die Person ansprechbar?  Wie viele Verletzte: Anzahl (Kind oder Erwachsene) Wer ruft an: Name und Telefonnummer für eventuelle Rückrufe Wie ist das Wetter vor Ort: Bei einem Einsatz mit dem Rettungshubschrauber ist die örtliche Wettersituation wichtig (Sicht und Wind).

Welche Notrufnummer ist die richtige?

In Südtirol wird die Notrufnummer 118 noch den ganzen Winter über aktiv bleiben. Erst im Verlauf dieses Jahres wird sie auf die internationale Notrufnummer 112 umgestellt. Am besten ist es, den  nächsten Lift anzufahren und um Hilfe zu bitten. Rettung und Liftstationen sind über Funk verbunden. Eine Alarmierung geht hierbei sehr schnell.

Könnten manche Unfälle  mit mehr Eigenverantwortung und Rücksicht vermieden werden?

Überschätzung des eigenen Könnens, Übermüdung und erhöhte Geschwindigkeit sind immer gefährlich. Die beste Erste-Hilfe ist immer noch die Prävention. Wer auf andere achtet und vorsichtig fährt, verringert das Risiko, sich und andere in Gefahr zu bringen.

Prävention ist überall sehr wichtig, wo setzt die Kampagne hier an?

Mit der Kampagne versuchen wir, über viele Wege die Wintersportler jeder Generation und Nation, die in sich in den Südtiroler Wintersportgebieten vergnügen, zu erreichen. Mit wenigen Vorsichtsmaßnahmen (Alkoholverzicht, die richtige Ausrüstung, Einhaltung der Sicherheitshinweise, ...) ist ihnen der Schneespaß  garantiert.

stol