Sonntag, 10. Januar 2016

Ich habe Spaß, ganz sicher: Gelände einschätzen können

Noch ziert sich der Winter, doch wenn etwas mehr Schnee abseits der Pisten liegt, dann zieht es viele Skifahrer wieder ins freie Gelände..

Foto: © shutterstock

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p>Worauf man dabei achten sollte, erklärt Flavio Moroder (im Bild), Präsident der Bergführer in Südtirol:

Welche Rolle spielen die Bergführer in der Sensibilisierungskampagne „Ich habe Spaß, GANZ SICHER“ oder welche Ausbildung bzw. Ausrüstung sollte man bei Skitouren bzw. im freien Gelände haben?

Moroder: Es gibt immer mehr Jugendliche, die gerne im freien Gelände Ski fahren. Daher ist es umso wichtiger geworden, dass wir Berg- und Skiführer bei dieser Präventionskampagne unseren Beitrag leisten.

Wir wollen den Jugendlichen zeigen wie man die Lawinengefahr im freien Gelände einschätzen kann und wir wollen darauf aufmerksam machen, dass man beim Skifahren außerhalb der Skipisten die nötige Sicherheitsausrüstung dabei haben muss, sprich: ein Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde.

Wieviel Berg- und Skiführergibt es denn eigentlich in Südtirol?

M: In Südtirol sind es knapp 200 Berg- und Skiführer, welche in allen alpinen Disziplinen – Fels, Schnee und Eis – ausgebildet werden. In der Berg- und Skiführerausbildung wird dabei ein besonderes Augenmerk auf den Winterteil gelegt.

Und welche Tipps zur Sicherheit im freien Gelände können Sie für die diesjährige Saison geben?

M: Man soll den Winter und die Schneeverhältnisse gut beobachten und sich wichtige Informationen aus dem Lawinenlagebericht einholen. Wenn man im unverspurten Gelände fahren möchte, ist es wichtig über die Bodenbeschaffenheit Bescheid zu wissen. Darüber kann man sich am besten bei ortskundigen Personen informieren. Die eigenen Kenntnisse sollten zudem regelmäßig durch Lawinenfachkurse aufgefrischt werden.

stol