Was ein Kosename über die Beziehung aussagt? Viel! Nun braucht der klassische Schatz wohl keine Erklärung und jeder, der einen hat, sollte ihn hüten. Komplizierter wird es beim Schweini. Das ist mir auf der Freundschaftsebene entgegengaloppiert, was jede Schweinigelei im Keim erstickte. <BR /><BR />Ich finde es ja generell erfrischend, wenn sich Menschen in aller Öffentlichkeit so selbstverständlich Schatzi, Mausi oder Spatzi nennen, als wären es ihre Taufnamen. Letztere werden übrigens auch gerne verniedlicht. Einfach ein „chen“ oder „le“ dazu, schon wird aus einem Alpha ein Günthele, Herbertchen oder Tonele und damit ein Welpe.<BR /><BR /> Besonders spannend ist es, wenn Tiere auf dem Altar der Anbetung zusammenwachsen wie der Mausebär. Ist der gute Mann nun eine Maus, in der ein Bär steckt? Oder sie eine Bärin, die sich als Mäuschen tarnt? Das nächste Mal frage ich. <BR /><BR />Mir sind ja Spitznamen am liebsten, die neugierig machen. Einen Knisefix zum Beispiel stelle ich mir zauberhaft vor. Und der Flirrsirr summt mir noch heute im Ohr, wo ihn meine Tochter als Kleinkind gelassen hat. Dass sie auch als Studentin mein Tigerchen bleibt, versteht sich! Dass es mir manchmal vor ihren Freunden herausrutscht, nimmt sie mir fauchend übel… <BR /><BR />Wirklich übel ist die Mutation vom Herzblatt zur Kröte. Und je mehr es krabbelt, desto tiefer ist der Fall. Das macht sich der Zoo von San Antonio in Texas zunutze und zu Geld. Hier können Verlassene eine (tote) Kakerlake nach dem oder der Ex benennen und gegen einen kleinen Betrag verfüttern lassen – zum Valentinstag. Die Veggie-Option gibt es auch, das ist dann, erraten, ein Kohlkopf. Die Racheaktion kann natürlich dokumentiert und an die „Exen“ geschickt werden, nur so am Rande bemerkt. Im Vorjahr sind so mehr als 8000 Spenden zusammengekommen – aus der ganzen Welt. <BR /><BR />Und was lernt man daraus? In jedem Käfer steckt eine Schabe! Wählen Sie ihre Kosenamen also mit Bedacht.<BR />