Montag, 01. August 2016

Identitäre mauern Parteizentrale der Wiener Grünen zu

Vertreter der als rechtsextrem eingestuften identitären Bewegung haben in der Nacht auf Montag die Eingangstür zur Parteizentrale der Wiener Grünen „zugemauert“. Die Grünen kündigten daraufhin in einer Aussendung rechtliche Schritte an. Die Identitären begründeten die Aktion auf ihrer Facebook-Seite unter anderem damit, dass die Grünen „Österreichs Grenzen öffnen wollen“.

Die zugemauerte Tür des Grünen Büros in Wien. - Foto: Facebook
Die zugemauerte Tür des Grünen Büros in Wien. - Foto: Facebook

Mitarbeiter fanden vor dem Eingang zur Parteizentrale in der Lindengasse in Wien-Neubau am Montagmorgen einen „kleinen Haufen Ytong-Ziegel“ vor. Auch auf der Hauswand befanden sich kleinere Schmierereien, hieß es in der Aussendung. Beides sei kurz nach 8.30 Uhr entfernt worden.

Anzeige gegen Unbekannt

Die Grünen erstatteten daraufhin Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung. Wenn ein Täter ausfindig gemacht wird, soll eine etwaige finanzielle Entschädigung an karitative Organisationen gespendet werden, kündigten sie außerdem an.

Wollten den Opfern des Terrors in Frankreich gedenken

Die Identitären verwiesen auf Facebook auf ihre Demo in der Vorwoche. Diese wollten sie ursprünglich vor der Grünen-Zentrale in der Lindengasse abhalten, sie musste jedoch verlegt werden. Mit einem aufgesprayten Kreuz auf der Ytong-Mauer sollte außerdem dem in Frankreich ermordeten Priester gedacht werden, hieß es weiter.

apa

stol