Mittwoch, 20. April 2016

Im Boot der Kirche bleiben

Katholische Frauenbewegung: Antrittsbesuch beim Bischof

Bischof Ivo Muser mit dem neu gewählten Vorstand der kfb
Badge Local
Bischof Ivo Muser mit dem neu gewählten Vorstand der kfb

Beim Antrittsbesuch des neugewählten Diözesanvorstandes der Katholischen Frauenbewegung (kfb) bei Bischof Ivo Muser ging es um ein erstes Kennenlernen. Die Vorstandsfrauen, der geistliche Assistent, Luis Gurndin und die Hauptamtlichen, haben je aus ihrer Sicht schwerpunktmäßig die Tätigkeit der kfb vorgestellt und so einen Gesamtüberblick über die kfb-Arbeit gegeben. Der Bischof dankte Luis Gurndin für die Kontinuität in der Arbeit als geistlicher Assistent.

Luis Gurndin wird weiterhin für priesterliche Dienste zur Verfügung der kfb stehen, möchte seine Funktion als geistlicher Assistent aber zurückgeben. Der Diözesanvorstand hat dem Bischof den Wunsch unterbreitet, dass er in Zukunft eine Frau mit dieser Aufgabe betraut.

Der Bischof sprach dem Vorstand seine Wertschätzung aus und den Glückwunsch für einen gemeinsamen Weg, auf dem „Neues im Werden ist und auf dem sich das Alte bewähren muss“. Und weiter sagte der Bischof: „Die Frauen der kfb sind Netzknüpferinnen, die durch ein buntes Beziehungsnetz im ganzen Land miteinander verbunden sind. Es gilt, dieses Beziehungsnetz zu erhalten und immer wieder neu zu winden“. Frauen haben „in der Glaubensweitergabe eine unersetzliche Rolle“, wobei es durchaus auch noch Aufholbedarf gebe. Der Bischof ermutigte, sich entschieden in der Kirche einzubringen und forderte weiters auf, „im Boot der Kirche zu bleiben und das Spannungsverhältnis nicht aufzulösen“.

Irene Vieider, die neue Vorsitzende, dankte dem Bischof im Namen des Vorstandes und der vielen Frauen, die in der kfb mitarbeiten, für die anerkennenden Worte und versicherte, dass es allen im Vorstand wichtig sei, sich mit ihren Stärken einzubringen und engagiert zu arbeiten. Mit dem Bischof wurden regelmäßige Treffen vereinbart, in denen anfallende Themen gemeinsam besprochen und spezifische Bedürfnisse der Frauen angesprochen werden.

Der Bischof versicherte, dass es ihm sehr wichtig sei, den Anliegen der Frauen mehr Platz zu geben. Sie dürften „durchaus auch lästig sein“. Die Katholische Frauenbewegung arbeitet im Auftrag des Bischofs und wird den Wandel der Kirche auch in den kommenden Jahren mittragen.

Katholische Frauenbewegung, Bozen

stol