Dienstag, 29. September 2015

Im Kampf gegen IS: Großbritannien sanktioniert vier Briten

Die britische Regierung hat die UNO um Sanktionen gegen vier Staatsbürger wegen der mutmaßlichen Unterstützung der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien gebeten.

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Es sei das erste Mal seit fast zehn Jahren, dass London die Vereinten Nationen eingeschaltet und darum gebeten habe, die zwei Männer und zwei Frauen auf die Sanktionsliste zu setzen, teilte die Regierung am Dienstag mit.

Nun könnten Reiseverbote und Kontensperrungen gegen die Briten verhängt werden. London setzt auf die Sanktionen als Abschreckungsmaßnahme, um weitere Briten daran zu hindern, das Land zu verlassen und sich in den Herrschaftsgebieten des IS der Miliz anzuschließen.

„Wir werden alles tun, um britische Bürger vom Kampf abzuhalten“, sagte ein Sprecher von Premierminister David Cameron. Die Sanktionen seien dabei ein „machtvolles Mittel“ und eine „klare Botschaft“. Schätzungen zufolge schlossen sich bereits 700 Briten den Extremisten an.

Im konkreten Fall geht es um zwei 21 und 46 Jahre alte Frauen, denen jeweils vorgeworfen wird, in einer religiösen Einheit in Rakka tätig zu sein sowie andere Frauen rekrutiert zu haben. Ebenfalls im Visier haben die Behörden zwei 21 und 28 Jahre alte Männer, von denen einer in IS-Propaganda auftauchte.

apa/afp

stol