Freitag, 09. Januar 2015

Imker: „2014 vergessen wir“

„Das abgelaufene Jahr 2014 wollen wir vergessen“, sagte Bezirksobmann Dieter Weis anlässlich der Jahresversammlung des Imkerbezirkes Bozen/Unterland in Kaltern.

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Foto: © APA/AFP

 „Was uns der Frühling versprochen hat, haben der Sommer und der Herbst nicht gehalten: total verregnet und überhaupt nicht bienenfreundlich. Viele Imker melden deshalb leere Honigtöpfe und teilweise sogar eine Null-Honigernte“, so Weis.

Dazu kommt zuletzt noch das ungewöhnlich milde Klima, sodass sich die Varroa Milbe ungemein vermehren konnte und die Bienen dadurch sehr geschwächt sind. „Viele Imker beklagen bereits massive Völkerverluste“, sagte Bezirksobmann Dieter Weis.

750 Mitglieder im Imkerbezirk Bozen/Unterland bewirtschaften derzeit rund 9500 Bienenvölker. Es sei laut Weis sehr erfreulich, dass immer mehr Jugendliche Interesse an der Imkerei zeigen, die Imkerschule besuchen und mit der Imkerei beginnen.

Die Kalterer Bürgermeisterin Gertrud Benin Bernard würdigte in ihren Grußworten die Verdienste der Imker für die Landwirtschaft und für die Umwelt und wünschte allen ein besseres Honigjahr 2015. Der Obmann-Stellvertreter des Südtiroler Imkerbundes Erwin Larcher beglückwünschte den Bezirk für die rege Tätigkeit und fordert alle Imker auf, trotz der heurigen Rückschläge sich weiterhin der Imkerei zu widmen.

Bei den Neuwahlen wurde Dieter Weis als Bezirksobmann für weitere drei Jahre bestätigt, zu seinen Stellvertretern wurden Maria Mair-Lago und Josef Thaler gewählt. Das Imkertreffen, zu dem viele Ehrengäste und 170 Imker gekommen waren, klang im schön dekorierten Festsaal des Vereinshauses von Kaltern bei einem Mittagessen und einem regen Erfahrungsaustausch aus.

stol