Freitag, 22. Juni 2018

Impfungen: Salvini will keine Kinder ausschließen

Innenminister Matteo Salvini hat sich gegen den Ausschluss von nicht geimpften Kinder an Italiens Schulen ausgesprochen. Über eine mögliche Aufhebung der Impfpflicht müsse er sich noch mit dem Koaltionspartner absprechen, sagte Salvini weiter.

Innenminister Matteo Salvini äußerte sich kritisch über die Impfpflicht in Italien und kündigte an, sie in der Regierungskoalition zu thematisieren.
Innenminister Matteo Salvini äußerte sich kritisch über die Impfpflicht in Italien und kündigte an, sie in der Regierungskoalition zu thematisieren.

In Sachen Impfungen „löse ich mein Wahlversprechen ein, dass alle Kinder zur Schule gehen dürfen, auch wenn sie nicht geimpft sind. Es muss Priorität sein, niemanden aus der Klassengemeinschaft auszuschließen.“, sagte Innenminister Matteo Salvini zu RadioStudio54.

Zur eventuellen Aufhebung der Impfpflicht meinte Salvini, „wir sind zu zweit in der Regierung, es gibt ein Bündnis Lega-M5S, wir müssen uns noch absprechen. Mit dem Minister Grillo bin ich diesbezüglich schon in den Dialog getreten. Zehn Pflichtimpfungen sind zu viel des Guten, meine ich, wenn nicht sogar in vielen Fällen gefährlich für die Gesundheit.“

Kompatscher sieht Südtirols Weg bestätigt

Landeshauptmann, Arno Kompatscher, reaigerte mit Zustimmung auf den Auftritt Salvinis: „Es ist und bleibt unsere Überzeugung, dass Impfen schützt und Leben rettet. Wir sind und bleiben aber auch überzeugt, das das Recht auf Gesundheit nicht gegen das Recht auf Bildung ausgespielt werden kann. Darin sehen wir uns in den heutigen Aussagen von Minister Salvini bestätigt.“, sagte Kompatscher gegenüber der Nachrichtenagentur ANSA.

ANSA/stol

stol