Montag, 12. September 2016

In Syrien gilt offiziell Waffenruhe

Mit dem Sonnenuntergang in Syrien ist die von Russland und den USA für das Bürgerkriegsland ausgehandelte Waffenruhe offiziell in Kraft getreten. Von 18.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit an sollten die Waffen im Land schweigen.

Ab Montagabend sollen in Syrien die Waffen schweigen.
Ab Montagabend sollen in Syrien die Waffen schweigen. - Foto: © APA/AFP

Unmittelbar nach Inkrafttreten der Feuerpause war noch unklar, inwieweit sich die Konfliktparteien an die Abmachung halten werden. In den Stunden zuvor hatten Luftangriffe und Kämpfe noch mehrere Zivilisten getötet.
Die Feuerpause soll für alle Kräfte gelten, die nicht von den Vereinten Nationen als Terroristen eingestuft werden. Deshalb ist die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beispielsweise von der Vereinbarung ausgenommen.

Feuerpause Voraussetzung für humanitäre Hilfe

Hält die Waffenruhe für sieben Tage, wollen die USA und Russland gemeinsam militärisch gegen Terrorgruppen in Syrien vorgehen. Die Feuerpause ist Voraussetzung dafür, dass Millionen Menschen in belagerten und umkämpften Gebieten wie etwa Aleppo humanitäre Hilfe erhalten.
Die moderate Opposition in Syrien hatte die Feuerpause begrüßt, aber „Garantien“ gefordert, dass sich die syrischen Truppen an die Absprachen halten. Sie befürchtet, das Regime könnte die Feuerpause nutzen, um Gebiete zurückzuerobern.

Assad demonstriert Härte

Machthaber Baschar al-Assad gab sich am Montag dagegen hart: „Die Streitkräfte machen ohne zu zögern und unabhängig aller inneren und äußeren Bedingungen weiter, um die Sicherheit in allen Gebieten Syriens wiederherzustellen“. Moskau zufolge ist die Waffenruhe aber mit der mit Russland verbündeten Führung in Damaskus abgesprochen gewesen.

dpa

stol