<b>Ina Pross</b> (bürgerlich: Ingrid Prossliner und Jahrgang 1986), Südtirols „Queen of Rock’n’Roll“, steht seit über 20 Jahren als Sängerin auf der Bühne. Im Jahr 2023 veröffentlichte sie ihre erste eigene Single „Mighty Queen“ und begann damit verstärkt als Songwriterin zu arbeiten.<BR /><BR /> Weitere Songs wie „Let Me Be Free“, „Bad Women Know Better“, „You and Me“, „Girls Wanted“ und „Better Together“ folgten; heuer erschien mit „On Fire“ ihr erstes Album. Doch „Mighty Queen“ – das Lied von der „mächtigen, starken Königin“ – blieb für die Künstlerin, die in Tramin lebt, etwas ganz Besonderes: Denn es geht darin um ihre Stimme, ihre Geschichte und ihre Haltung. <BR /><BR />„Darum habe ich diesen Song für das Sanremo Rock & Trend Festival gewählt“, erklärt Ina Pross. Und für so viel Mut, Engagement und Können wurde die Südtirolerin von der Jury mit Platz drei bei diesem großen italienischen Musikwettbewerb belohnt.<BR /><BR />Aber der Reihe nach: Das Sanremo Rock & Trend Festival, organisiert vom Unternehmen Nove Eventi, findet seit fast vier Jahrzehnten statt und versteht sich als Plattform, die junge und noch wenig bekannte Musikerinnen, Musiker und Bands ins Rampenlicht rückt. Hier zählen keine Labels oder Lobbys. Entscheidend ist die eigene Musik und die Fähigkeit, sie live auf die Bühne zu bringen.<BR /><BR />Der Weg ins Finale ist dabei kein leichter. Nach einem Casting folgen regionale Auswahlrunden. Wer die Jury überzeugt, kommt in die nächsten Runden – bis hin zum Finale im „Teatro Ariston“ in Sanremo, jenem traditionsreichen Haus, das eng mit der italienischen Musikszene verbunden ist. Im Laufe der Jahre standen beim Sanremo Rock & Trend Festival unter anderem Litfiba, Modà, Tazenda, Bluvertigo und Marlene Kuntz auf der Bühne.<BR /><BR />Heuer gingen italienweit rund 6.000 Bewerbungen für den Wettbewerb ein. 300 Acts wurden ausgewählt. Ina Pross und „Mighty Queen“ meisterten Runde um Runde: zunächst in Treviso, anschließend in Ferrara und schließlich beim Vorfinale in Sanremo. „Es war ein harter Weg“, schildert die Sängerin. „Aber letztendlich im berühmten Ariston mit seiner tollen Energie zu stehen, war eine große Ehre für mich.“<BR /><BR />Die Endrunde („Finalissima“) mit zwölf Finalisten fand am vergangenen Wochenende statt. Stimmgewaltig stellte sich Ina Pross der Jury, die aus Produzenten, Radiomachern, Musikmanagern und Fachleuten aus Musikmedien bestand. „Ich habe alles gegeben“, sagt sie. Das wurde belohnt: Die Jury setzte die Südtirolerin auf Platz drei in der Kategorie Trend.<BR /><BR />Für Ina ist das Ergebnis eine wichtige Standortbestimmung. „Für mich war es wichtig zu erkennen, wo ich mit meiner Musik stehe. Platz drei zeigt mir, dass ich gut aufgestellt bin. Hätte ich meine eigene Band mitgehabt, wäre vielleicht sogar noch ein bisschen mehr drin gewesen“, meint sie. „Ich bin aber dennoch glücklich über dieses Ergebnis.“ Den Sieg bei „Sanremo Rock“ holte sich die Band Graphite aus der Lombardei. In der Kategorie „Sanremo Trend“ gewann die Formation Zafira & The Funky Royale aus Rom.<BR /><BR />Für Ina, die heuer auch den Internationalen Sonderpreis („Premio Speciale Internazionale“) beim Je So Pazzo Music Festival in Rom gewonnen hat, ist der dritte Platz mehr als eine weitere Auszeichnung. Die Erfolge bringen ihr zusätzliche Sichtbarkeit – vor allem aber unterstreichen sie die Botschaft, die hinter ihrer Musik steht.<BR /><BR />„Mir ging es auch um die Botschaft von ‚Mighty Queen‘“, sagt Ina Pross. „Es ist ein Lied, das Frauen Mut machen soll und all jene stärken möchte, die ihren Alltag mit Courage und Entschlossenheit meistern. Denn man kann alles erreichen, wenn man es wirklich will.“ Dass dieser Weg nicht immer einfach ist, weiß sie als Frau im knallharten Rockgeschäft aus eigener Erfahrung. Umso wichtiger ist ihr die Botschaft ihres Songs: Stärke bedeutet nicht, Erwartungen erfüllen zu müssen. Stärke bedeutet auch, den eigenen Weg zu gehen.<BR /><BR />Wer Ina Pross live erleben möchte, hat dazu am kommenden Samstag, 19. September, bei den Harley-Davidson Open Days in Bozen (ab 18 Uhr) Gelegenheit. Am Samstag, 10. Oktober, steht ein Auftritt beim „Old & Youngtimer Markt“ auf dem Raiffeisenplatz in Schenna (ab 11 Uhr) auf dem Programm.