Mittwoch, 07. Dezember 2016

Initiative "Service.Zukunft.Südtirol"

Seit diesem Schuljahr gibt es an der Landesberufsschule "Emma Hellenstainer" eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem vielseitigen Berufsbild der Servierfachkraft beschäftigt. Ende November trafen sich die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe mit Vertretern der Wirtschaft und des HGV, mit dem Ziel, die Attraktivität des Serviceberufs in den Vordergrund zu stellen.

v.l. Klaus Kier, Cornelia Oberrauch, Christoph Ladurner, Brigitte Gasser Da Rui, Martin B. Thaler, Vevi Kasseroler, Thomas Rainer, Patrick Plankensteiner, Waldemar Posch, Werner Hinteregger, Helmut Tauber
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v.l. Klaus Kier, Cornelia Oberrauch, Christoph Ladurner, Brigitte Gasser Da Rui, Martin B. Thaler, Vevi Kasseroler, Thomas Rainer, Patrick Plankensteiner, Waldemar Posch, Werner Hinteregger, Helmut Tauber

Der Kellnerberuf führt im Land der Sternköche eher ein Schattendasein: Betriebe finden nur schwer Mitarbeiter/innen im Service und in dieser Berufsgruppe gibt es die meisten Berufsabbrecher; das sind Jugendliche mit abgeschlossener Ausbildung, die den Beruf nach wenigen Jahren der Ausübung an den Nagel hängen.

"Die Initiative 'Service.Zukunft.Südtirol' wurde von Mitarbeiter der Hellenstainer ins Leben gerufen," so die Direktorin Brigitte Gasser Da Rui. "Der Kellnerberuf ist ein sehr vielseitiger und erfordert nicht nur fachliche und kommunikative Kompetenzen, sondern Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen, Sprechkenntnisse und Belastbarkeit, um nur einige zu nennen. Die Mitarbeiter/innen im Service stehen im direkten Kontakt mit den Gästen und häufig liegt es an ihnen, ob der Gast zufrieden ist und wiederkommt.

Bei diesem ersten Treffen fand ein sehr konstruktiver Austausch statt. Wichtigstes Ziel ist es, für dieses Thema zu sensibilisieren und gemeinsam neue Akzente zu setzen. "Wir wollen etwas bewegen und uns dafür einsetzen, die Attraktivität des Serviceberufs zu erhöhen," so der Grundtenor der Teilnehmenden. Diskutiert wurden verschiedenste Lösungsansätze, wie etwa flexible Arbeitszeitmodelle und vermehrte Aufstiegs- bzw. Karrieremöglichkeiten seitens der Wirtschaft sowie verstärkte Aufnahme von Inhalten wie Kommunikationstraining, Teamentwicklung und Konfliktmanagement in den Lehrplan.

Fest steht, dass im Frühjahr 2017 an der "Hellenstainer" eine Diskussionsrunde mit dem Schwerpunkt "Berufsabbrecher" organisiert wird. Dabei werden "Best-Praxis-Modelle" präsentiert und durch den Austausch weitere Schritte festgelegt. Den Handlungsbedarf haben Schule wie Wirtschaft klar erkannt, jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht.

Elisabeth Stürz, Brixen

stol