Sonntag, 22. April 2018

Innsbruck-Wahl: Favoriten bei Stimmabgabe optimistisch

Bei Kaiserwetter sind die Innsbrucker am Sonntag zur Stimmabgabe für die Gemeinderats- und Bürgermeisterdirektwahl geschritten. Die laut Umfragen klaren Favoriten auf den Bürgermeistersessel – Amtsinhaberin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck), Grünen-Kandidat Georg Willi und FPÖ-Mann Rudi Federspiel – gaben sich bei ihrer Stimmabgabe betont entspannt und optimistisch.

In Innsbruck ist am Sonntag Gemeinderats- und Bürgermeisterdirektwahl.
In Innsbruck ist am Sonntag Gemeinderats- und Bürgermeisterdirektwahl. - Foto: © shutterstock

Ein Trend hinsichtlich der Wahlbeteiligung war vorerst noch nicht absehbar. Man verfüge noch nicht über ausreichend Rückmeldungen aus den einzelnen Sprengeln, hieß es seitens der Stadt gegenüber der APA. Die letzten Wahllokale schließen um 17.00 Uhr.

Bürgermeisterin Oppitz-Plörer schritt kurz vor 13.00 Uhr in der Volksschule in ihrem Heimatstadtteil Sieglanger im Westen Innsbrucks zur Wahlurne. „Ich bin ganz entspannt. Es ist nicht absehbar, wie es ausgeht. Es wird ein Dreikampf werden“, meinte die Stadtchefin vor Journalisten und sprach von einer „Richtungswahl“. Sie hoffe jedenfalls auf einen „Zwischenspurt“, um dann ab Montag noch einmal in die intensive Stichwahl-Auseinandersetzung gehen zu können. Beim Urnengang im Jahr 2012 sei sie jedenfalls nervöser gewesen, so Oppitz-Plörer, die damals mit Christoph Platzgummer (ÖVP) einen sehr aussichtsreichen Herausforderer auf den Bürgermeistersessel hatte.

Am Vormittag habe sie bereits die Landesversammlung des Tiroler Trachtenverbandes besucht – und anschließend einen „Rundgang“ in der Stadt gemacht, berichtete die Bürgermeisterin. Am Nachmittag werde sie noch zu Hause entspannen, bevor es dann ins Rathaus geht.

Georg Willi war kurz zuvor standesgemäß mit dem Rad vor dem Wahllokal in der Neuen Mittelschule im Stadtteil Hötting vorgefahren. Begleitet wurde der 58-jährige von Gattin Katharina. „Das Gefühl ist gut, die Stimmung ist gut. Ich habe sehr viel Zuspruch auf der Straße erfahren“, sagte das grüne Urgestein zur APA.

Er sei „zuversichtlich“ in die Stichwahl zu kommen. Angesprochen auf den Parteiaustritt von Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider zwei Tage vor der Wahl, meinte er: „Ich kann verstehen, dass sie enttäuscht ist. Aber fein war's nicht“. Der grüne Frontmann widmet sich nach der Stimmabgabe der Gartenarbeit. Dann werde er sich am Nachmittag noch mit Mitarbeitern besprechen und alle möglichen Szenarien hinsichtlich des Wahlausganges durchgehen.

Als erster der „Dreikämpfer“ war FPÖ-Bürgermeisterkandidat Federspiel im Stadtteil Igls zur Stimmabgabe geschritten – in Begleitung von Ehefrau Birgit und Hund Nero. Er hoffe auf eine Stichwahl gegen Willi, meinte Innsbrucks oberster Blauer zum wiederholten Mal. „Ich bin so entspannt wie überhaupt noch nie“, gab er sich gegenüber der APA demonstrativ gelassen. Der Wahlkampf sei jedenfalls sehr gut gelaufen. Und sollte es nicht für die Stichwahl reichen? „Dann werde ich Stadtrat“, so Federspiel, der sich am Nachmittag noch entspannen will und gegen 18.00 Uhr in Richtung Rathaus aufbricht.

SPÖ-Bürgermeisterkandidatin Irene Heisz hatte bereits am Vormittag im Schülerhort Wilten ihre Stimme abgegeben – in Begleitung ihres Gatten und ihres Sohnes. ÖVP-Spitzenmann Franz Xaver Gruber wählte um 14.00 Uhr im Wahllokal im Botanischen Institut.

apa

stol