Freitag, 19. Juni 2015

Internationaler Weltflüchtlingstag am 20. Juni

Auch Südtiroler zeigen sich für Flüchtlinge engagiert.

Der 20. Juni ist der internationale Weltflüchtlingstag. Er ist der Tag, der den Flüchtlingen, den Asylsuchenden, den Staatenlosen und den Rückkehrern auf der ganzen Welt gewidmet ist, um auf ihr Leid aufmerksam zu machen und um ihre Hoffnung auf ein besseres Leben zu würdigen.

Das Jahr 2015 wird wahrscheinlich ein Jahr der Negativrekorde sein. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind aktuell weit mehr als 50 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Und hinter jedem dieser Flüchtlinge verbirgt sich ein trauriges Schicksal.

Die Südtiroler Hilfsorganisation „Helfen ohne Grenzen“ setzt sich seit 13 Jahren für Flüchtlinge ein: für burmesische Kinder und Jugendliche, die in Folge der grausamen Militärdiktatur nicht in ihrer Heimat aufwachsen konnten. „Das Wichtigste, das wir diesen Kindern und Jugendlichen schenken können“, sagt die Brixner Geschäftsführerin Karin Thaler „ist Bildung. Bildung verhilft ihnen nicht nur zum Glauben an sich selber. Wenn sie eines Tages in ihre Heimat zurückkehren können, werden sie dank ihrer Bildung besser in der Lage dazu sein, eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen.“

Die Lage in Burma hat sich im vergangenen Jahr tatsächlich soweit entspannt, dass viele Flüchtlinge an Rückkehr denken können. Dank der kontinuierlichen Arbeit von „Helfen ohne Grenzen“ sind sie nun dazu bereit, Wissen, Werte und Menschenrechte mit in ihre alte Heimat zu nehmen. „Überall dort, wo Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wird, steigt die Chance, dass Menschen künftig erst gar nicht zu Flüchtlingen werden müssen“, betont Karin Thaler. Das ist die beste Form von Entwicklungshilfe.

Die Projekte, die Helfen ohne Grenzen in den vergangenen Jahren in Thailand umgesetzt hat, haben mittlerweile Modellcharakter. Deshalb kooperiert seit diesem Jahr auch die UNESCO mit der Südtiroler Hilfsorganisation. Tausenden von Kindern, Jugendlichen und deren Familien hat Helfen ohne Grenzen durch sein Engagement eine Zukunft geschenkt.

Helfen ohne Grenzen, Brixen

stol