Es handelt sich um dabei die interdisziplinäre Produktion "Inventur – Ein szenischer Essay ".Das Projekt, dass über regionale Grenzen reicht, Tirol, Südtirol und das Trentino verbindet, versucht die drei Bühnenkünste Musik, Schauspiel und Tanz in einer künstlerischen Inventur mit Performance-Charakter in Austausch zu bringen und zu vereinen. Ein Experiment zwischen Komposition und Improvisation, gleichzeitig eine persönliche Inventur der beteiligten Akteure. Alle drei Aufführungen im Juni haben einen anderen Schwerpunkt, der ihn mit dem Aufführungsort verbindet. Das Projekt geht vom Kriegsheimkehrer-Gedicht „Inventur“ von Günther Eich aus und bindet einige große Erzählungen der Kulturgeschichte ein, öffnet Imaginationsräume. Das Publikum wird dabei eine aktive Rolle zukommen. Es muss sich gelegentlich für den einen oder anderen Akteur entscheiden. Die Produktion ist nämlich in Bewegung und gleichzeitig eine Art Ortsbegehung.Musik von Brixner Komponistin Manuela KererDie Komponistin Manuela Kerer hat zum Projekt ihre musikalische Inventur für Zither beigesteuert, die bei dieser Gelegenheit ihre Erstaufführung erlebt und von der Innsbrucker Musikerin Brigitte Hochrainer umgesetzt wird. Der Choreograf Riccardo Meneghini, der in England lebt, ist für den tänzerischen Part zuständig. Die Schauspielerin Antonia Tinkhauser aus Eppan ist die Textperformerin. Alle drei werden in verschiedene Rollen und Figuren schlüpfen und auch außerhalb gewohnter Aktionsgrenzen ihres Bühnenhandwerks arbeiten. Zusammengebunden hat die großteils in Teamarbeit entstandenen Ausgangsmaterialien der Meraner Regisseur Ewald Kontschieder. Premiere in InnsbruckDie Premiere im Innsbrucker Künstlerhaus Büchsenhausen widmet sich am 22. Juni vor dem unruhigen internationalen Hintergrund als Schwerpunkt den „Warwords“. Oswald von Wolkenstein, dem im Anschluss an die Aufführung eine große Ausstellung gewidmet sein wird, haben die Akteure hingegen ihr Ohr auf Schloss Tirol geliehen (25. Juni). In Algund (30. Juni, Brückenkopf Museum) stammt das Motto und Zitat „Silence“ von John Cage. Es verbindet den Ansatz mit dem Jahresschwerpunkt der Galerie Martin Geier, wo die beim neuen Brückenkopf-Museum startende bewegte Aufführung ihren Abschluss finden wird. Die Aufführungen in Innsbruck, auf Schloss Tirol und in Algund beginnen jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.