Samstag, 22. Oktober 2016

Irakische Armee rückt weiter auf Mosul vor

Die irakische Armee ist bei der Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) weiter in Richtung Mosul vorgerückt. Nach Angaben des Staatsfernsehens haben die Truppen am Samstag einen groß angelegten Angriff gestartet, um die früher vor allem von Christen bewohnte Stadt Karakosh zurückzuerobern. Kämpfer hätten im Stadtzentrum die irakische Flagge gehisst.

Die irakischen Armeen rücken nach Rückzug am Freitag wieder weiter auf Mosul vor.
Die irakischen Armeen rücken nach Rückzug am Freitag wieder weiter auf Mosul vor. - Foto: © APA/AFP

Die Armee hatte die Stadt, die rund 20 Kilometer süd-östlich von Mosul liegt, bereits am Donnerstag für befreit erklärt, musste sich aber nach Beschuss durch Heckenschützen wieder zurückziehen.

Die Operation richte sich gegen IS-Kämpfer, die sich noch in der Stadt befänden, hieß es aus Sicherheitskreisen. Einige Kämpfer hätten sich in die Luft gesprengt, als sie von Sicherheitskräften umzingelt worden seien. „Die Situation in Kirkuk stabilisiert sich immer mehr“, sagte ein Polizeisprecher. Bei den Kämpfen waren am Freitag mindestens 47 irakische Soldaten und 39 Terroristen gestorben.

Versorgung der geflohenen Familien hat begonnen

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR begann unterdessen mit der Versorgung von Familien, die vor den Kämpfen geflohen sind. 144 Flüchtlinge, vor allem Frauen und Kinder, seien in einem neu eingerichteten Lager nördlich von Mosul angekommen, teilte das UNHCR mit.

Die Menschen seien zwei Tage lang in ihren Häusern gefangen gewesen, als sich kurdische Peschmerga-Kämpfer Gefechte mit der Terrormiliz lieferten.

apa/dpa/afp

stol