Sonntag, 26. November 2017

Iran droht Europa mit Ausweitung der Reichweite seiner Raketen

Der Iran hat damit gedroht, die Reichweite seiner Rakete auf über 2.000 Kilometer auszuweiten. Damit könnten sie auch Europa erreichen. „Bisher haben wir Europa nicht als Bedrohung empfunden, daher haben wir die Reichweite nicht ausgedehnt“, zitierte die Nachrichtenagentur Fars am Samstag den stellvertretenden Chef der Revolutionsgarden, Hossein Salami.

Der Iran verfolgt eines der umfangreichsten Raketenprogramme im Nahen und Mittleren Osten.
Der Iran verfolgt eines der umfangreichsten Raketenprogramme im Nahen und Mittleren Osten. - Foto: © shutterstock

„Wenn Europa aber zu einer Gefahr wird, werden wir es tun.“ Technisch habe der Iran die Möglichkeit dazu. Der Iran verfolgt eines der umfangreichsten Raketenprogramme im Nahen und Mittleren Osten. Die Führung in Teheran hat stets beteuert, es sei rein defensiv. Diese Darstellung wird unter anderem von Israel und den USA angezweifelt.

EU kritisiert Raketenprogramm

Auch die Europäische Union kritisiert das Programm. Frankreich hat jüngst einen kompromisslosen Dialog und mögliche Verhandlungen über die Raketenpläne des Iran angemahnt. Die Islamische Republik erklärt hingegen stets, das Programm sei nicht verhandelbar.

Trump droht mit Aufkündigung des internationalen Atomabkommens

US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, das internationale Atomabkommen mit dem Iran aus dem Jahr 2015 aufzukündigen, dessen Geist er unter anderem wegen wiederholter Raketentests verletzt sieht. Die USA befürchten, der Iran könnte seine Raketen mit nuklearen Sprengsätzen versehen.

Die USA beschuldigen den Iran auch, Raketen an die Huthi-Rebellen im Jemen geliefert zu haben, die diese wiederum auf Saudi-Arabien abgefeuert hätten. Der Iran bestreitet das.

apa/reuters

stol