Mittwoch, 01. April 2015

Iran: Keine Einigung im Atomstreit ohne Aufhebung der Sanktionen

Der Iran hat eine Einigung im Atomstreit ohne eine parallele Aufhebung der Wirtschaftssanktionen abgelehnt.

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„In erster Linie müssen alle, insbesondere die Sanktionen gegen den Erdöl- und Bankensektor, aufgehoben werden“, sagte Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi.

Der Westen will die Sanktionen nur phasenweise abmildern. In Lausanne rangen der Iran und die fünf UN-Vetomächte plus Deutschland am Mittwoch weiter um eine Einigung in dem seit mehr als einem Jahrzehnt andauernden Konflikt.

Der Iran bestehe auch darauf, dass die Forschungsarbeiten in der Atomanlage Fordo fortgesetzt werden.

Zudem müsse das Land das Recht haben, modernere und schnellere Zentrifugen für die Urananreicherung einzusetzen, sagte Araghchi. Nach unbestätigten Informationen aus Teheran will der Iran mindestens 500 dieser neuen Zentrifugen im Einsatz behalten.

Der Westen lehne dies ab, weil der Iran dann sehr viel schneller hochangereichertes Uran produzieren könne. Dies wird für den Bau von Atombomben benötigt.

Die fünf UN-Vetomächte sowie Deutschland wollen sicher stellen, dass der Iran mindestens ein Jahr benötigen würde, sollte er sich zum Bau einer Atombombe entscheiden. Der Iran hat diese Absicht stets bestritten.

dpa

stol