Montag, 06. Februar 2017

Iran: Keine voreiligen Entscheidungen nach Trumps Amtsübernahme

Der Iran will trotz neuer US-Sanktionen nach der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump keine voreiligen Entscheidungen treffen.

Der Iran hält sich mit voreiligen Entscheidungen in Bezug auf Donald Trumps Politik vorerst zurück.
Der Iran hält sich mit voreiligen Entscheidungen in Bezug auf Donald Trumps Politik vorerst zurück.

„Noch scheint ja die neue amerikanische Regierung nicht so ganz funktionsfähig zu sein, besonders was die Außenpolitik betrifft“, sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Montag in Teheran. 

Daher werde man abwarten und keine voreiligen Schlüsse ziehen. Seiner Einschätzung nach würden sich letztendlich die politischen Realitäten innerhalb der neuen amerikanischen Regierung durchsetzen – auch was den Iran betreffe.

Gegenseitiger Einreisestop

Das US-Finanzministerium hatte am Freitag weitere Wirtschaftssanktionen gegen 25 iranische Personen und Einrichtungen verhängt und damit auf Tests einer Rakete und eines Marschflugkörpers der iranischen Streitkräfte reagiert. Zudem gehört der Iran zu jenen sieben islamischen Ländern, für die Trump einen 90-tägigen Einreisestop verhängt hatte. Dieser ist vorerst ausgesetzt.

„Unsere Politik gegenüber Trump wird zwar konsequent, aber gleichzeitig rational und angemessen sein“, sagte Vize-Außenminister Hassan Ghaschghawi am Montag.

Trump habe die Einreise von Iranern in die USA verboten, der Iran habe diesen Schritt mit einem Einreisestop für US-Bürger erwidert. Nun dürften Iraner wieder in die USA kommen, dementsprechend auch Amerikaner wieder in den Iran einreisen, sagte der Vizeminister laut Nachrichtenagentur IRNA.

dpa 

stol