Sonntag, 04. Dezember 2016

Iran soll am Bau deutsch-israelischer U-Boote beteiligt sein

Ein deutsch-israelisches U-Boot-Geschäft sorgt in Israel weiter für politischen Zündstoff: Nach israelischen Medienberichten vom Sonntag ist ausgerechnet Israels Erzfeind Iran an der deutschen ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) beteiligt, die den milliardenschweren Rüstungsauftrag für Israel ausführt.

Ein U-Boot-Geschäft sorgt für Diskussionen. (Archivbild)
Ein U-Boot-Geschäft sorgt für Diskussionen. (Archivbild) - Foto: © APA/Reuters

Irans Foreign Investment Company (Ific), die iranische Auslandsbeteiligungen regelt, halte 4,5 Prozent an TKMS, berichtete die Zeitung „Yedioth Ahronoth“. Das Blatt titelte dazu: „Israels Geld, Irans Profit“.

Medienberichten zufolge hat Israel bei Deutschland drei hochmoderne U-Boote für 1,2 Milliarden Euro bestellt. Die Boote der Dolphin-Klasse können von Israel mit Atomwaffen nachgerüstet werden, weshalb ihre Lieferung in die Krisenregion Nahost in Deutschland immer wieder für Diskussionen sorgt.

Vor allem aber sollen sie Spionage-Einsätze vor der iranischen Küste fahren und bei einem militärischen Konflikt mit dem Land zum Einsatz kommen.

dpa

stol