Mittwoch, 07. Oktober 2015

Irans geistliches Oberhaupt untersagt Verhandlungen mit den USA

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Khamenei hat Mittwoch alle Verhandlungen mit den USA untersagt.

Ayatollah Khamenei
Ayatollah Khamenei - Foto: © APA/AP

Derartige Gespräche „öffnen ihrem wirtschaftlichen, kulturellen, politischen und geheimdienstlichen Einfluss Tür und Tor“, erklärte Khamenei seiner Website zufolge in einer Ansprache an Marinekommandeure der Revolutionsgarde.

Selbst während der Atomverhandlungen hätten die Amerikaner bei jeder Gelegenheit versucht, dem Iran zu schaden. Diese Gespräche waren im Juli mit einer internationalen Vereinbarung abgeschlossen worden.

Khamenei ist die mächtigste politische Figur im Iran. Seine Erklärung steht im direkten Widerspruch zur Haltung von Präsident Hassan Ruhani, der eine Normalisierung der Beziehungen zum Westen anstrebt. Ruhani hat zudem wiederholt erklärt, „mit jedem“ zu verhandeln, um Probleme in der Region zu lösen. Khomeini hat das Atomabkommen bisher nicht öffentlich abgesegnet. Erzkonservative Kräfte im Iran versuchen weiterhin, die Vereinbarung zu stoppen.

apa/reuters

stol