Sonntag, 17. September 2017

Irans Präsident will Zweifel am Atomabkommen ausräumen

Der iranische Präsident Hassan Rouhani will bei der bevorstehenden UNO-Vollversammlung in New York alle Zweifel am Atomabkommen ausräumen.

Irans Präsident will in New York alle Zweifel am Atomabkommen ausräumen.
Irans Präsident will in New York alle Zweifel am Atomabkommen ausräumen. - Foto: © LaPresse

„Die UNO-Vollversammlung ist immer eine gute Gelegenheit, diesbezüglich unseren Standpunkt klarzustellen“, sagte Rouhani am Sonntag vor seiner Abreise nach New York.

Generaldebatte beginnt am Dienstag 

Laut Rouhani geht es in erster Linie um die Zukunft des von den USA heftig kritisierten Atomabkommens von 2015 sowie die Spannungen in der Region. Die Generaldebatte der UNO-Vollversammlung beginnt am kommenden Dienstag.

Mit dem Atomabkommen sollte die Sorge der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut werden. Im Gegenzug soll der Westen seine Wirtschaftssanktionen aufheben.

„Die (Amerikaner) machen im Jahr 352 Tage Propaganda gegen uns, jetzt haben wir 2 bis 3 Tage Zeit, auf diese Propaganda einzugehen“, sagte Rouhani. Das Wiener Atomabkommen sei für alle Länder profitabel und diene auch dem Frieden und der Sicherheit in der Region, so der Präsident nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA.

Daher sollte die Weltgemeinschaft nicht zulassen, dass die US-Regierung diesen Deal torpediert.

Treffen zum Wiener Abkommen

Rouhani bestätigte, dass es in New York zu einem Treffen über das Wiener Abkommen kommen wird. Laut iranischen Medien soll dieses Treffen auf Außenministerebene zwischen dem Iran und den 5 UNO-Vetomächten sowie Deutschland und der EU stattfinden. Zudem will Rouhani das Thema mit einigen Staatschefs besprechen.

Auch die Syrien-Krise ist laut Rouhani auf der Agenda seines Programms in New York. „Für die Krisen in der Region gibt es keine militärischen, sondern nur politische Lösungen“, sagte Rouhani. Daher sollten alle Länder mithelfen, diese politischen Lösungen zu realisieren.

apa/dpa

stol