Freitag, 08. Januar 2016

IS-Anhänger tötet öffentlich seine eigene Mutter

Ein Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat laut Aktivisten in der nordsyrischen Stadt Al-Rakka seine eigene Mutter vor Hunderten Menschen öffentlich getötet.

Die Frau in ihren Vierzigern hatte ihren Sohn zuvor aufgefordert, die Extremisten zu verlassen und mit ihr zusammen zu fliehen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag berichtete.

Sie habe ihn davor gewarnt, dass die von den USA geführte internationale Koalition alle IS-Anhänger töten werde, hieß es weiter. Der 20-Jährige informierte demnach jedoch den IS, der die Frau festnahm. Die Extremisten töten in ihrer Hochburg Al-Rakka und in anderen Orten regelmäßig öffentlich Menschen.

Die Terrormiliz ist in Syrien und im Irak militärisch unter Druck geraten. Von Kurden angeführte Kräfte versuchen derzeit mit internationaler Luftunterstützung, auf Al-Rakka vorzurücken. Am Freitag kam es den Menschenrechtsbeobachtern zufolge zwischen beiden Seiten zu schweren Kämpfen nahe der Tischrin-Talsperre nordwestlich der IS-Hochburg.

dpa

stol