Freitag, 29. September 2017

IS-Anschlag in Kabul: Mindestens 7 Tote

Bei einem Selbstmordanschlag der jihadistschen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahe einer schiitischen Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 7 Menschen getötet worden. Das geht aus einer Meldung der italienischen Organisation Emergency hervor, die in der Nähe des Anschlagsorts eine bekannte Klinik betreibt.

Der IS hat den Anschlag für sich reklamiert
Der IS hat den Anschlag für sich reklamiert

Ihr zufolge waren 6 der zu ihnen gebrachten Anschlagsopfer bei der Einlieferung tot. Nach Angaben eines Augenzeugen, der in der Moschee in dem Wohnviertel Kala-e Fatullah gebetet hatte, war auch einer der beiden Attentäter getötet worden. Er starb, als er eine Sprengstoffweste zündete.

Emergency allein behandelt derzeit 27 Verletzte. In staatliche Kliniken sollen nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens weitere 10 Verletzte gebracht worden sein. Der Sprecher des Innenministeriums, Najib Danish, hatte zuvor von 5 toten Zivilisten gesprochen. Ihm zufolge wurden 20 Menschen verletzt.

Täter als Schäfer verkleidet 

Aus einer Stellungnahme des Innenministeriums ging am Abend (Ortszeit) hervor, dass der Selbstmordattentäter sich als Schäfer verkleidet hatte, samt Herde. Polizisten hätten ihn entdeckt, bevor er die Moschee erreichen konnte, so dass er seine Bombe vorzeitig zündete. Auf sozialen Medien waren Fotos von toten Schafen zu sehen. 3 Verdächtige seien festgenommen worden, meldete das Ministeriums.

Der IS bezeichnete sich als Urheber des Anschlags und sprach von einer Märtyrertat. 

apa/dpa

stol