Donnerstag, 09. April 2015

IS erschießt im Irak 300 Angehörige sunnitischer Stämme

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in der westirakischen Provinz Al-Anbar rund 300 gefangene Angehörige sunnitischer Stämme ermordet.

Foto: © LaPresse

Ihnen sei vorgeworfen worden, mit den irakischen Sicherheitskräften zusammengearbeitet zu haben, hieß es am Donnerstag aus Sicherheitsquellen. Die Opfer wurden demnach in dem Ort Al-Kaim an der Grenze zu Syrien erschossen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die sunnitischen Extremisten in der Region rund 200 Mitglieder des Stammes der Al-Bu Nimr getötet, weil sie an der Seite der Regierung gekämpft hatten.

Mit den neuen Morden reagierten die IS-Extremisten auf eine Offensive, die Regierung und sunnitische Stammesmilizen am Mittwoch gegen den IS begonnen hat. Sie hat das Ziel, die Miliz aus Al-Anbar zu vertreiben. Die Provinz reicht von Bagdad bis an die syrische Grenze und steht seit Anfang 2014 fast völlig unter Kontrolle des IS.

dpa

stol