Montag, 06. März 2017

IS-Hauptstadt Raqqa eingekesselt

Von den USA unterstützte syrische Milizen haben nach eigenen Angaben die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Raqqa (Rakka) weitgehend eingekesselt.

Foto: © LaPresse

Die letzte größere Straße aus der Stadt heraus sei abgeriegelt worden, sagte ein Vertreter einer kurdischen Miliz am Montag. Raqqa gilt als Hauptstadt des vom IS ausgerufenen Kalifats.

„Die Unterbrechung der Straße zwischen Raqqa und Deir al-Zor (Deir Ezzor) bedeutet, dass die Hauptstadt des Daesh (IS) praktisch auf der Landseite abgeschnitten ist“, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der einzige verbliebene Weg aus der Stadt heraus sei jetzt über den Euphrat.

Nach Informationen der in Großbritannien ansässigen „Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ sind die Brücken über den Euphrat nach Raqqa durch Luftangriffe zerstört worden. Die vom IS kürzlich von Westen aus nach Raqqa gebrachten Familien hätten den Fluss auf Booten überqueren müssen. Die in London ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Informanten. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

In Kreisen der kurdischen Miliz hieß es, die Einkesselung von Raqqa sei ein großer Sieg. Es bleibe aber noch viel zu tun.

apa/reuters/afp

stol