Mittwoch, 31. August 2016

IS-Propagandachef tot: USA und Russland beanspruchen Tötung für sich

Er war der Propagandachef der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und soll für die Planung von Anschlägen in Europa verantwortlich gewesen sein. Nun ist IS-Anführer Abu Mohammed al-Adnani in Syrien getötet worden, wie die IS-nahe Agentur Amaq meldete.

IS-Anführer Abu Mohammed al-Adnani ist tot. Wer ihn getötet hat, ist allerdings unklar.
IS-Anführer Abu Mohammed al-Adnani ist tot. Wer ihn getötet hat, ist allerdings unklar. - Foto: © APA/AFP

Al-Adnani sei in der nordsyrischen Provinz Aleppo getötet worden, als er Militäreinsätze in der Region überwacht habe, meldete Amaq am Dienstagabend. Zum Zeitpunkt und den genauen Umständen seines Todes machte die Agentur keine Angaben.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wurde al-Adnani am Dienstag bei einem „Präzisionsschlag“ der US-geführten Anti-IS-Koalition in der Stadt Al-Bab in Aleppo ins Visier genommen. Das Pentagon wollte seinen Tod allerdings zunächst nicht bestätigen. „Wir bewerten derzeit noch die Ergebnisse des Angriffs“, sagte Ministeriumssprecher Peter Cook.

Die Angaben Moskaus, russische Streitkräfte hätten al-Adnani getötet, wies Washington scharf zurück. Solche Behauptungen seien „ein Witz“, hieß es am Mittwoch aus US-Verteidigungskreisen in Washington. Bei dem Angriff auf Al-Adnani sei eine US-Kampfdrohne zum Einsatz gekommen. Pentagon-Sprecher Cook sagte, die USA hätten „keinerlei Informationen darüber, welche die russische Darstellung stützen würden“.

Die Regierung in Moskau hatte zuvor erklärt, al-Adnani sei bei einem russischen Luftangriff in der Nähe des Dorfes Um Hosh in der Provinz Aleppo getötet worden.

apa/afp/dpa

stol