Donnerstag, 28. Dezember 2017

IS reklamiert Selbstmordanschlag in Kabul für sich

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Selbstmordanschlag auf ein Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul für sich reklamiert. Die Tat sei von einem Mitglied ausgeführt worden, berichtete das IS-Sprachrohr Amak am Donnerstag unter Berufung auf IS-Kreise. Das im Internet verbreitete Bekennerschreiben konnte zunächst nicht unabhängig auf seine Echtheit überprüft werden.

Die Terrormiliz IS bekannte sich zum Anschlag in Kabul.
Die Terrormiliz IS bekannte sich zum Anschlag in Kabul. - Foto: © APA/AFP

Bei der Explosion seien mindestens 36 Menschen getötet und weitere 38 verletzt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag. Zuvor hatte er von 40 Toten und 30 Verletzten gesprochen. Zunächst hatte sich in dem Gebäude ein Attentäter in die Luft gesprengt, danach, als Helfer kamen, waren vor dem Gebäude zwei weitere Bomben explodiert.

Der Anschlag geschah in einem schiitischen Viertel der Stadt. Dort hat die sunnitische Terrormiliz in den vergangenen Monaten wiederholt schwere Attentate verübt. Während der IS in seinen ursprünglichen Kernregionen in Syrien und im Irak so gut wie besiegt ist, sehen Beobachter die Gruppe im instabilen Afghanistan besser Fuß fassen.

dpa 

stol