Dienstag, 10. Juli 2018

Israel: Netanyahu wegen Korruptionsverdacht befragt

Die Polizei hat Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu erneut wegen des Verdachts der Korruption befragt. Dabei geht es einem Bericht des Armee-Senders vom Dienstag zufolge um einen Fall, in den auch die größte Telekomgesellschaft des Landes verwickelt ist.

Netanyahu soll einer Telekomgesellschaft regulatorische Vorteile verschafft haben.
Netanyahu soll einer Telekomgesellschaft regulatorische Vorteile verschafft haben. - Foto: © APA/AFP

Die Justiz-Behörden werfen Netanyahu vor, Bezeq Telecom Israel regulatorische Vorteile verschafft zu haben als Gegenleistung für positive Berichten über ihn und seine Frau auf einer Internetseite, die zu dem Unternehmen gehört.

Netanjyahu, Bezeq und der Eigentümer des Unternehmens weisen die Vorwürfe von sich. Die Polizei hat Netanyahu in dem Fall bereits früher befragt. Eine Entscheidung, ob eine Anklage empfohlen werden soll, steht jedoch noch aus.

In zwei weiteren Korruptionsermittlungen hat sich die Polizei bereits für eine Anklage ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung darüber liegt bei der israelischen Generalstaatsanwaltschaft und könnte erst in Monaten getroffen werden.

Bisher halten die Koalitionspartner in Netanyahus Regierung zu ihm. Allerdings könnte der politische Druck steigen, wenn tatsächlich Anklage erhoben wird.

apa/reuters

stol