Donnerstag, 14. Dezember 2017

Israel schließt nach Raketenbeschuss Grenze zum Gazastreifen

Israel hat als Reaktion auf wiederholten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen die beiden Grenzübergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen. Wie lange die Übergänge gesperrt bleiben sollen, teilte das Militär am Donnerstag nicht mit. In der Nacht waren erneut Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel abgeschossen worden.

Der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe: Foto: APA (AFP)
Der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe: Foto: APA (AFP)

Zwei Flugkörper wurden vom Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel abgefangen, eine Rakete schlug auf unbewohntem Gelände ein. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin nach eigenen Angaben Angriffe auf drei Einrichtungen der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas. Es seien Trainings- und Waffenlager der Hamas getroffen worden. Menschen kamen bei den Angriffen beiderseits der Grenze nach bisherigen Informationen nicht zu Schaden.

Raketenabschüsse nach Trumps Entscheidung

Seit der umstrittenen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump am 6. Dezember wurden 15 Raketen aus dem Palästinensergebiet auf Israel abgefeuert. Keine richtete größeren Schaden an. Die Hamas hatte nach Trumps Entscheidung zu einem neuen gewaltsamen Aufstand aufgerufen. Die Palästinenser betrachten das seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 von Israel besetzte Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen Staates.

OIC kennt Ost-Jerusalem als Hauptstadt an

Am Mittwoch erklärte die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) als Reaktion auf Trumps Entscheidung Ost-Jerusalem zur Hauptstadt eines Palästinenserstaates. Zudem riefen die über 50 in der OIC zusammengeschlossenen Staaten alle anderen Länder auf, „den Palästinenserstaat und Ost-Jerusalem als seine besetzte Hauptstadt“ anzuerkennen.

apa/reuters

stol