Dienstag, 16. Mai 2017

Israelischer Minister fordert Tötung Assads

Nach Berichten über den Einsatz eines Gefängniskrematoriums in Syrien hat der israelische Bauminister Joav Galant die Tötung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad gefordert.

Der israelische Bauminister Joav Galant fordert die Tötung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad.
Der israelische Bauminister Joav Galant fordert die Tötung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. - Foto: © APA/AFP

„Es ist an der Zeit, Assad zu liquidieren“, sagte er am Dienstag bei einer Sicherheitskonferenz in Latrun.

„In Syrien werden Leute hingerichtet, gezielt mit Chemiewaffen angegriffen, und jetzt werden auch noch ihre Leichen verbrannt. Das haben wir seit 70 Jahren nicht mehr erlebt.“

Aus seiner Sicht habe Assad eine rote Linie überschritten. „Wenn wir mit dem Schwanz der Schlange fertig sind, können wir auch zu ihrem Kopf gelangen, der in Teheran sitzt.“

Auslöser sind Vorwürfe seitens der USA gegen syrische Regierung

Die USA hatten die syrische Regierung beschuldigt, Tausende Gefangene getötet und in einem Krematorium verbrannt zu haben. Diese Vorwürfe erhob das US-Außenministerium in Washington. Es soll sich um das berüchtigte Gefängnis Sednaya unweit von Damaskus handeln. Das Krematorium befinde sich auf dem Gelände des Gefängnisses.

Galant ist ehemaliger General und Sohn einer Holocaust-Überlebenden. Das Mitglied der Mitte-Rechts-Partei Kulanu und des israelischen Sicherheitskabinetts sagte dem Armeesender am Dienstag, Assads Herrschaft sei die schlimmste seit dem Ende von Nazi-Deutschland.

„Was in Syrien passiert, ist Völkermord“, sagte er nach Angaben des Senders. „Wir wollen eindeutig Assads Sturz und dass die Alawiten-Herrscher durch eine gemäßigte, sunnitsche Führung abgelöst werden.“

apa/dpa

stol