Netanyahu dürfe nicht auf die Forderung eingehen, arabische Häftlinge mit israelischer Staatsbürgerschaft freizulassen, sagte Wirtschaftsminister Naftali Bennett am Freitag.Ohne die zwölf Abgeordneten der ultra-nationalistischen Partei müsste sich Netanyahu einen neuen Partner suchen. Im 120 Sitze umfassenden Parlament hat die Koalition derzeit 68 Mandate.Von Netanyahu war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Vertreter seiner rechtskonservativen Likud-Partei sprachen von einer leeren Drohung.Nahost-Verhandlungen in KriseDie nach dreijährigem Stillstand unter US-Vermittlung im Juli wieder aufgenommenen Nahost-Verhandlungen stecken in ihrer bisher schwersten Krise. Israel hatte Ende März nicht wie versprochen etwa zwei Dutzend palästinensische Gefangene freigelassen. Daraufhin unterzeichnete Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas entgegen bisheriger Zusagen mehrere internationale Abkommen im Namen eines Staates Palästina.Der israelische Ministerpräsident Netanyahu legte wiederum als Konsequenz den Kontakt zur Palästinenser-Regierung weitgehend auf Eis. Am Donnerstag beschloss das israelische Kabinett zudem Wirtschaftssanktionen gegen die Palästinenser.apa/dpa