Montag, 15. Januar 2018

Italien: 64 Prozent weniger Flüchtlingsankünfte

Der rückläufige Trend bei den Migrantenankünften in Italien setzt sich auch im neuen Jahr fort. Seit Anfang 2018 sind 841 Migranten über die See in Italien eingetroffen, das sind 64 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2017, teilte das italienische Innenministerium mit.

Foto: © APA/AFP

Noch stärker ist der Rückgang, wenn man die Zahl der Migranten aus Libyen betrachtet. 544 Flüchtlinge sind in den ersten zwei Wochen dieses Jahres aus Libyen in Italien eingetroffen, im Vergleichszeitraum 2017 waren es 2.188, was einem Rückgang von 74 Prozent entspricht. Die meisten in diesem Jahr eingetroffenen Migranten stammen aus Senegal, Nigeria und Gambia.

119.310 Migranten waren im Gesamtjahr 2017 von Libyen aus in Italien eingetroffen, das sind 34 Prozent weniger als im Jahr 2016, als 181.436 Flüchtlinge das Land erreicht hatten. Allein im Dezember sank die Zahl der Flüchtlinge gegenüber dem Vergleichsmonat 2016 um 73 Prozent auf 2.268, teilte das italienische Innenministerium in Rom mit.

6.340 illegal eingereiste Migranten wurden 2017 von Italien ausgewiesen, das sind 19,6 Prozent mehr als im Vorjahr. 105 Ausländer, darunter fünf Imame, wurden aus Sicherheitsgründen aus Italien abgeschoben, im Vorjahr waren es noch 66. 35 Personen wurden wegen religiösem Extremismus festgenommen, 2016 waren es 33 gewesen.

apa

stol