Dabei kam es zu erheblichen Verkehrsproblemen. Die Bürger klagten, dass Castel Volturno wegen dem starken Zuwachs der Migranten zum "Pulverfass" geworden sei. Am Sonntagabend war es zu einem Streit zwischen einem Migranten und einem Italiener gekommen, der den Ivorer beschuldigt hatte, eine Gasflasche gestohlen zu haben. Der Streit führte zu einer Rangelei mit einem anderen Afrikaner. Der Vater des Italieners eilte dem Sohn zu Hilfe und schoss den beiden Migranten in die Beine.Brennende Autos bei RivolteIhr Zustand ist nicht besorgniserregend. Nach ihrer Verletzung brach am Sonntagabend eine Migrantenrevolte aus. Demonstranten zogen durch die Straßen Castel Volturnos, setzten einige Autos und eine Wohnung in Brand. Die Polizei nahm den Italiener fest, der für die Schüsse auf die beiden Afrikaner verantwortlich gemacht wird. Der Bürgermeister der 24.000 Seelen-Stadt, Dimitri Russo, warnte, dass die Polizei die Kontrolle über die Stadt verloren habe. "Hier gibt es einfach keinen Staat mehr. Das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Migranten wird immer schwieriger. Castel Volturno ist eine Bombe, die bald explodieren könnte", warnte der Bürgermeister. In Castel Volturno, einer Hochburg der Camorra, lebt seit jeher eine große afrikanische Gemeinde. Für Aufsehen hatte 2008 das Massaker an sechs afrikanischen Migranten gesorgt. Die Opfer sollen in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein. Hintergrund der Bluttat war ein Streit um den illegalen Drogenmarkt und das lukrative Geschäft der Prostitution.mit