Montag, 22. Mai 2017

Italien erwartet tausende G7- Gegner

Italien sieht sich aber wenige Tage vor Beginn des G7-Gipfels in Sizilien für das Mega-Event mit Tausenden Politikern, Journalisten und Demonstranten gut gerüstet.

Italien sieht sich wenige Tage vor Beginn des G7-Gipfels in Sizilien gut gerüstet.
Italien sieht sich wenige Tage vor Beginn des G7-Gipfels in Sizilien gut gerüstet. - Foto: © shutterstock

Mehr als 7000 Sicherheitskräfte und Soldaten sind rund um Taormina im Einsatz, wo die Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen am Freitag und Samstag zusammenkommen. Tausende weitere Einsatzkräfte kümmern sich um die Sicherheit und Anti-Terror-Maßnahmen im ganzen Land.

Mehrere Demos angemeldet

Bei Demonstrationen gegen den Gipfel werden Tausende Teilnehmer erwartet. In Taorminas Nachbargemeinde Giardini-Naxos seien mehrere Demonstrationen angemeldet worden, sagte Francesca Ferrandino von der Präfektur Messina am Montag.

Der größte Zug soll Samstagnachmittag entlang der Strandpromenade stattfinden, erwartet werden zwischen 3000 und 3500 Menschen.

Bereits im Vorfeld Personen-und Grenzkontrollen

Die Polizei hatte schon vor Wochen mit Personenkontrollen begonnen, um Gewalttäter frühzeitig zu stoppen. Auch die Grenzkontrollen wurden verstärkt. Zudem sollen Schiffe mit Migranten an den Tagen nicht, wie sonst üblich, in Sizilien anlegen, sondern umgeleitet werden.
Italien hat schlechte Erfahrungen mit solchen Gipfeln. 2001 kam beim G8-Gipfel in Genua ein Demonstrant ums Leben, die Stadt wurde bei der Randale verwüstet. Die autonome Szene in dem Land gilt als gewalttätig und gut organisiert.

Wegen Trump auch Rom im Ausnahmezustand

Aber schon vor dem G7-Gipfel herrscht in Italien Sicherheitsalarm: Am Dienstagabend wird US-Präsident Donald Trump mit seiner Frau Melania und seiner Tochter Ivanka in Rom erwartet. Zum Besuch bei Papst Franziskus am Mittwoch werden Teile der sonst von Touristen überlaufenen Innenstadt und der Vatikan zeitweise komplett abgeriegelt.
Trump soll nach dem Besuch beim Papst auch Italiens Präsident Sergio Mattarella und Ministerpräsident Paolo Gentiloni treffen, bevor er weiter zum Nato-Gipfel nach Brüssel fährt.

Die First Lady und „First Daughter“ machen in Rom auch Alternativprogramm und besuchen unter anderem das Kinderkrankenhaus Bambino Gesu und die katholische Hilfsorganisation St. Egidio.

dpa

stol