Sonntag, 27. November 2016

Italien fordert von Serbien Rückgabe von 8 Renaissancewerken

Italien fordert von Serbien die Rückgang von acht Gemälden von Renaissancekünstlern wie Tizian, Tintoretto und Paolo Veneziani, die im Zweiten Weltkrieg aus einer Sammlung in Florenz verschwunden waren. Die Werke von unermesslichem Wert befinden sich im Museum von Belgrad.

"Die Venus von Urbino" von Tizian ist sicher in den Uffizien in Florenz untergebracht. Ein anderes Werk des Künstlers hingegen befindet sich in Serbien.
"Die Venus von Urbino" von Tizian ist sicher in den Uffizien in Florenz untergebracht. Ein anderes Werk des Künstlers hingegen befindet sich in Serbien.

Die Staatsanwaltschaft von Bologna hat die Konfiszierung der Gemälde und deren Rückführung nach Italien gefordert, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag. Sie ermittelt wegen Hehlerei.

Die Gemälde waren bereits zwischen 2004 und 2005 in Italien zu sehen. Sie waren vom Museum in Belgrad für Ausstellungen in Bologna und Bari geliehen worden, waren danach wieder nach Serbien zurückgekehrt.

Hinter dem Verschwinden der Werke vermuten die Italiener Ante Mimara Topic, einen jugoslawischen Antiquitätshändler mit engen Verbindungen zum Nazireichsmarschall Hermann Göring. Topics Frau Wiltrud Mersmann arbeitete 1949 in München in der Sammelstelle für gestohlene Kunstwerke.

Sie soll dafür gesorgt haben, dass acht Kunstwerke nach Belgrad gelangten. Jetzt verlangt Italien die Gemälde zurück.

apa

stol