Dienstag, 29. August 2017

Italien gibt 1,8 Milliarden Euro für Sozialmaßnahmen aus

Die Regierung des italienischen Premiers Paolo Gentiloni will sich den Kampf gegen die soziale Ausgrenzung auf die Fahne schreiben.

Italien macht 1,8 Milliarden Euro für Sozialmaßnahmen locker.
Italien macht 1,8 Milliarden Euro für Sozialmaßnahmen locker. - Foto: © shutterstock

Das Kabinett hat am Dienstag Unterstützungsmaßnahmen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro für 660.000 Familien verabschiedet, die das Statistikamt Istat als „neue Arme“ einstuft.

Circa 485 Euro monatlich sollen dank dem neuen Maßnahmenpaket gewährt werden. Vorrang wird Familien mit minderjährigen Kindern gegeben. Italien war bisher das einzige EU-Land ohne eine konkrete Linie zur Armutsbekämpfung. Die Regierung will mit dem neuen Dekret eine Lücke schließen, verlautete es aus der Regierung.

Zahl der armen Italiener hat sich seit 10 Jahren verdoppelt

Seit 2007, dem Jahr vor Beginn der Krise, hat sich die Zahl der armen Italiener auf 4,8 Millionen verdoppelt. Betroffen sind acht Prozent der Bevölkerung, das geht aus jüngsten Statistikangaben hervor. Die sozialen Stützungsmaßnahmen, die in den letzten Krisenjahren von der Regierung ergriffen wurden, seien unzulänglich, um den Notleidenden genügend Unterstützung zu bieten, bemängelte die Caritas.

apa

stol