Donnerstag, 12. Juli 2018

Italien: Kulturministerium plant 6.000 Neuanstellungen

Das italienische Kulturministerium plant 6.000 Neuanstellungen in den kommenden 3 Jahren. Damit soll Personalmangel behoben werden, unter anderem im administrativen Bereich, berichtete der italienische Kulturminister, Alberto Bonisoli, nach Medienangaben.

Vor seiner Ernennung zum Kultur- und Tourismusminister leitete Alberto Bonisoli die „Nuova accademia di belle arti“ in Mailand.
Vor seiner Ernennung zum Kultur- und Tourismusminister leitete Alberto Bonisoli die „Nuova accademia di belle arti“ in Mailand. - Foto: © APA/AFP

Wegen des Anstellungsstopps infolge der strengen Sparpolitik seien in den vergangenen Jahren 3.000 pensionierte Beamte im Kulturministerium nicht mehr ersetzt worden. Im Zeitraum 2018 bis 2020 sollen weitere 1.000 Personen pensioniert werden.

Investitionen im Bereich Kultur geplant

Bonisoli versicherte, dass die neue Regierung nun kräftig investieren werde. „Die Zeiten, in denen im Kulturbereich gespart wurde, sind vorbei“, versicherte der parteiunabhängige Minister, der von der Fünf Sterne-Bewegung vorgeschlagen wurde.

Der aus Mantua stammende Berater und Bildungsexperte will seine Erfahrung an der Spitze der NABA, der größten privaten Kunstakademie in Mailand, in den Dienst der Kultur stellen und seinem Ressort mehr Ausgaben sichern.

Vor seiner Ernennung zum Kultur- und Tourismusminister leitete er die „Nuova accademia di belle arti“ in Mailand, die als größte italienische private Kunstakademie mit der Accademia di Brera konkurriert.

Bonisoli will Ressourcen erweitern

Der am Lago Maggiore wohnhafte Bonisoli leitet seit 2013 die Plattform für das Bildungssystem im Modesektor, das in Italien Schulen zur Ausbildung im Modebereich von internationalem Niveau fördert.

Außerdem ist er Dozent für „Innovationsmanagement“ an der Mailänder Eliteuniversität „Luigi Bocconi“. Zwischen 2005 und 2007 war er Berater des Bildungsministeriums bei der Festlegung von Programmen für Forschung und Entwicklung.

„Meine Aufgabe ist nicht nur die Verwertung des riesigen Kunsterbes in Italien. Ich will auch die Ressourcen, die dem Kulturbereich zustehen, optimieren und erweitern. Die Ausgaben für Kultur müssen mindestens ein Prozent des Bruttoinlandprodukts betragen“, betonte Bonisoli in seiner ersten Ansprache nach dem Amtsantritt.

apa

stol