Montag, 09. April 2018

Italien: Lega-Chef will Di Maio treffen und warnt vor Neuwahlen

Der Chef von Italiens populistischer Lega, Matteo Salvini, bemüht sich um einen Ausweg aus dem politischen Stillstand nach den Parlamentswahlen am 4. März. Salvini erklärte am Montag, er wolle den Fünf Sterne-Spitzenkandidaten, Luigi Di Maio, treffen. Dabei sollen Wege zur Regierungsbildung sondiert werden.

„Die Italiener fordern von uns eine Regierung und wir müssen etwas unternehmen“, sagte Salvini bei einer Wahlveranstaltung.
„Die Italiener fordern von uns eine Regierung und wir müssen etwas unternehmen“, sagte Salvini bei einer Wahlveranstaltung.

„Die Italiener fordern von uns eine Regierung und wir müssen etwas unternehmen“, sagte Salvini bei einer Wahlveranstaltung in Udine in Hinblick auf die Regionalwahlen in Friaul-Julisch Venetien am 29. April. Sollte es zu keiner Einigung kommen, müsse es zu Neuwahlen kommen, warnte Salvini.

Der Lega-Chef schloss eine Allianz mit der bisher regierenden Demokratischen Partei (PD) aus. Die Gruppierung des zurückgetretenen Parteichefs Matteo Renzi sei für viele Missstände in Italien verantwortlich. „Die PD hat in den letzten Jahren schlecht regiert. Mit dieser Partei kann es zu keiner Wahlallianz kommen“, kommentierte Salvini.

Noch unklar ist inzwischen wann Staatschef Sergio Mattarella eine neue Konsultationsrunde zur Regierungsbildung starten wird. Wie aus informierten Kreisen verlautete Berichte ergeben, könnten die Gespräche am Donnerstag, oder Freitag beginnen. Eine erste zweitägige Konsultationsrunde war am Donnerstag erfolglos zu Ende gegangen.

apa

stol