Mittwoch, 26. August 2015

Italien lehnte 2015 Hälfte der Asylanträge ab

Italien hat nach Behördenangaben in diesem Jahr die Hälfte der Asylanträge abgelehnt.

Von 33.834 bereits überprüften Anträgen wurde etwa die Hälfte – 15.666 Anträge – abgelehnt, wie die Tageszeitung „La Stampa“ unter Berufung auf das Innenministerium am Mittwoch berichtete. Insgesamt kamen seit Jahresbeginn 108.000 Flüchtlinge in Italien an. Davon beantragten 44.784 Personen Asyl.

Die meisten Asylanträge stellten Personen aus Nigeria, Gambia, Pakistan und Senegal. Ein Großteil der syrischen Flüchtlinge zieht weiter in andere EU-Länder, in denen zumeist bereits Familienmitglieder oder Freunde leben.

Ein Prozent der Flüchtlinge in Trentino-Südtirol untergebracht

Die aktuellen Zahlen bestätigen die Angaben. Von den 6.295 Syrern, die seit Jahresbeginn in Italien eingetroffen sind, beantragten lediglich 194 Asyl. Davon bekamen 115 einen positiven Bescheid.

Etwa 85.000 Schutz-Suchende sind aktuell in italienischen Flüchtlingseinrichtungen untergebracht. 18 Prozent davon befinden sich auf Sizilien, elf Prozent in der Lombardei und zehn Prozent in der Region Latium mit der Hauptstadt Rom. In den süditalienischen Regionen Kampanien und Apulien sind jeweils sechs Prozent untergebracht, in Trentino-Südtirol befindet sich rund ein Prozent.

apa

stol