Dienstag, 09. Mai 2017

Italien: Neue Regeln für Flüchtlingsrettung im Meer

Nach Vorwürfen wegen angeblicher Kontakte zwischen Hilfsorganisationen und Schleppern sollen alle Einsätze im Mittelmeer zur Flüchtlingsrettung ausschließlich unter Regie der italienischen Küstenwache erfolgen.

Alle Einsätze zur Flüchtlingsrettung im Mittelmeer sollen ausschließlich unter Regie der italienischen Küstenwache erfolgen.
Alle Einsätze zur Flüchtlingsrettung im Mittelmeer sollen ausschließlich unter Regie der italienischen Küstenwache erfolgen. - Foto: © LaPresse

Das Hauptquartier der Küstenwache in Rom soll bestimmen, welche NGO-Schiffe Flüchtlinge in Seenot zur Hilfe eilen sollen. Damit soll vermieden werden, dass Schiffe von Hilfsorganisationen zu nah an die libysche Küste fahren. Zudem sollen die Namen aller Crewmitglieder an Bord der NGO-Schiffe von der italienischen Küstenwache registriert werden.

Aufstockung der Unterkünfte für ankommende Migranten

Angesichts der jüngsten Ankunft tausender Migranten auf Sizilien sucht das Innenministerium nach zusätzlichen Unterkünften für Flüchtlinge. 1.100 neue Plätze sollen in den nächsten Monaten in Kasernen, Sporthallen und anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Auch Südtirol wird hier wieder gefordert sein.

Seit Jahresbeginn erreichten 43.245 Migranten die italienische Küste über das Mittelmeer, das sind 38,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016, teilte das Innenministerium in Rom am Dienstag mit. Allein am Wochenende erreichten über 6.000 Migranten Italien. Das Land versorgt derzeit circa 177.000 Flüchtlinge in Hotspots und anderen Einrichtungen.

apa

stol