Donnerstag, 09. März 2017

Italien plant Flüchtlingsgipfel im März in Rom

Italien plant noch im März einen Flüchtlingsgipfel in Rom. Dabei sein sollen auch Deutschland, Frankreich und nordafrikanische Länder wie Tunesien oder Ägypten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Rom am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Foto: © APA/AFP

Es soll unter anderem um die Einrichtung von „Kontrollzentren“ in Afrika gehen, um den Flüchtlingsfluss nach Europa zu stoppen. Der Gipfel auf Innenminister-Ebene könnte um den 20. März herum zusammenkommen. Italien ist derzeit das Hauptankunftsland für Migranten nach Europa.

Im Vorjahr kamen nach Angaben des Innenministeriums mehr als 181.000 Migranten in Italien an, in diesem Jahr seien es bereits 15.760 gewesen. „Es ist absolut nicht möglich, weiter jeden aufzunehmen, der illegal an unseren Küsten ankommt“, sagte Innenminister Marco Minniti der Zeitung „Corriere della Sera“.

Derzeit arbeite Italien an Abkommen mit Niger oder Äthiopien, um den Migrantenfluss zu stoppen. „Aber die Sache wird erweitert, und muss eine europäische sein, nicht nur eine italienische.“

dpa

stol